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Darmstadt 98 Merck erwirbt Namensrechte am Böllenfalltor

Das Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmen Merck hat sich die Namensrechte am Böllenfalltorstadion des Zweitliga-Aufsteigers Darmstadt 98 für fünf Jahre gesichert.

30.07.2014 10:34
Sebastian Rieth
Ein Relikt vergangener Tage: das Darmstädter Stadion am Böllenfalltor. Foto: imago sportfotodienst

Die Tage sind gezählt. Schon bald wird nichts mehr so sein, wie es eigentlich immer war, kein Stein bleibt auf dem anderen, wenn in knapp einem Jahr die Bagger wieder anrollen und das Stadion am Darmstädter Böllenfalltor einem Komplettumbau unterziehen. Der bröckelnde Beton der ausladenden Schüssel wird abgetragen, der morbide Charme verschwinden. Für 27 Millionen Euro entsteht im Süden der Stadt eine neue, 18.000 Menschen fassende Arena. Sie soll dem Zweitligisten SV Darmstadt 98 auf Dauer die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit im deutschen Profifußball sichern. Und sie wird einen neuen Namen tragen.

Wie die Frankfurter Rundschau erfuhr, soll sich das Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmen Merck die Namensrechte für fünf Jahre gesichert haben. An diesem Mittwochabend wollen die Stadt und der Verein auf einer Pressekonferenz im Bauch des alten Stadions über die Vergabe der Rechte informieren. Auf Nachfrage der FR hat eine Sprecherin des Konzerns am Morgen die Teilnahme von Merck an dieser Veranstaltung bestätigt.

Der Chemieriese war in der Vergangenheit zwar als Sponsor des SV Darmstadt 98 in Erscheinung getreten, hatte seine Unterstützung aber im vergleichsweise eher kleinen Rahmen gehalten und meist auf den Jugendbereich beschränkt. An dem Verkauf der Namensrechte, über dessen Summe noch nichts bekannt ist, wird allerdings in erster Linie der Stadionbetreiber partizipieren. Schließlich gilt es noch immer, eine kleine Finanzierungslücke zu schließen. Der Zuschuss aus dem hessischen Landesausgleichstocks (10,5 Millionen Euro) war um 3,5 Millionen Euro niedriger ausgefallen, als man sich das ursprünglich erhofft hatte. Der Rest soll über die Sportmittelförderung und eben Investoren aufgefangen werden.

Unklar ist noch, ob dem 1921 eingeweihten und auf dem Schutt des Zweiten Weltkriegs wieder erbauten Stadion zumindest der Zusatz „Böllenfalltor“ erhalten bleibt. Die Wahrscheinlichkeit dafür erscheint allerdings hoch. Zuletzt wurde die Arena für 2,2 Millionen Euro zweitligatauglich gemacht. An diesem Sonntag bestreitet der SV Darmstadt 98 dort sein Auftaktspiel gegen den SV Sandhausen.

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