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Darmstadt 98 Gorka bleibt gesperrt

Darmstadt 98 unterliegt vorm DFB-Sportgericht im Fall Benjamin Gorka. Der Innenverteidiger bleibt drei Spiele gesperrt.

01.03.2013 09:09
Sebastian Rieth
Benjamin Gorka (l.) im Spiel gegen Babelsberg. Foto: imago sportfotodienst

Der Vereinspräsident als Anwalt – beim SV Darmstadt 98 hat dieses Ass nicht gestochen. Rüdiger Fritsch überbrachte von der mündlichen Verhandlung vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Donnerstag keine guten Nachrichten: Der Einspruch des Drittligisten wurde abgelehnt. Die drei Spiele Sperre gegen Innenverteidiger Benjamin Gorka bleiben damit ebenso bestehen wie die Wertung der Auswärtspartie beim 1. FC Heidenheim. Dort hatten die Lilien am Samstag 0:3 verloren.

Lippenleserin gibt Gorka Recht

Nach Meinung der Darmstädter lag ein Fehler von Schiedsrichter Benjamin Cortus vor, der beim Stand von 0:1 nach 67 Minuten Gorka des Feldes verwies. Dabei zog der Unparteiische nach einem Foul erst die Gelbe und dann die Rote Karte, obwohl Benjamin Gorka zuvor noch nicht verwarnt war. Die Lilien glaubten an eine Verwechslung, der Schiedsrichter beharrte aber auch während der mündlichen Verhandlung darauf, erst Gelb wegen des Foulspiels und anschließend die Rote Karte wegen einer vermeintlichen Beleidigung („Hurensohn“) gezeigt zu haben.

Während der Verhandlung bestritt Gorka die Vorwürfe, eine Lippenleserin gab ihm Recht. Auch Richter Stephan Oberholz bezeichnete die Umstände des Platzverweises als „merkwürdig“, schloss sich aber dennoch aufgrund des „erhöhten Richtigkeitsgewichts“ der Schiedsrichter-Aussage dem Antrag des Kontrollausschusses an.

Beim abstiegsbedrohten SV Darmstadt 98 ist man verärgert. „Dem Schiedsrichter wurden viele Brücken gebaut, aber er ist nicht drüber gegangen“, sagte Fritsch. Der Unparteiische habe sich mit seinen Aussagen „durchlaviert. Das müssen wir so hinnehmen.“

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