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Darmstadt 98 - Duisburg Darmstadt flitzt davon

Lilien nutzen beim 3:0 gegen Duisburg ihre Schnelligkeitsvorteile aus. Heller überragt.

Darmstadt 98 - MSV Duisburg
Marcel Heller, Marvin Mehlem und Joevin Jones feiern das erste von drei Toren für den SV Darmstadt 98. Foto: dpa

Überrascht dürfte eigentlich niemand gewesen sein, immerhin hatte es Dirk Schuster ja schon zwei Tage vorher angekündigt. Eine „ehrliche Mannschaft“ sei der MSV Duisburg, hatte der Trainer des SV Darmstadt 98 da gesagt. Eine Mannschaft, die „typischen Zweitligafußball“ zeige. Nun ja, gesagt, getan. Die Gäste aus dem Ruhrpott traten am Darmstädter Böllenfalltor genau so auf, wie Schuster es vorher erwartet hatte. Aggressiv in den Zweikämpfen am Boden, robust in den Duellen in der Luft. Wie gut, dass Schusters Mannschaft die gleichen Attribute auf den Rasen brachte. Und dazu noch ziemlich flotten, erfolgreichen Konterfußball zeigte, so dass nach 90 Minuten ein verdienter 3:0 (0:0)-Sieg der Lilien stand. 

Der Darmstädter Trainer hatte seine Elf wenig überraschend formiert. Im Vergleich zur 0:2-Pleite beim FC St. Pauli rotierte Immanuel Höhn rechts hinten für Sandro Sirigu rein, im zentralen Mittelfeld verdrängte der spielerisch stärkere Marvin Mehlem den etwas hölzerneren Yannik Stark. Zugang Johannes Wurtz, der erst am Donnerstag vom VfL Bochum für zwei Jahre verpflichtet wurde, musste sich vorerst mit einem Platz auf der Bank begnügen. Der 26-jährige Stürmer kam in der 72. Minute zu seinem Debüt. 

In den ersten 20 Minuten entwickelte sich eine Begegnung, in der - mit Verlaub - quasi nichts passierte. Befreiungsschläge auf beiden Seiten, viele Fehlpässe, noch mehr Zweikämpfe, das war’s. Die beiden Mannschaften schienen eine gewisse Anlaufzeit zu brauchen, um ihre Motoren anzuwerfen. Erst nachdem Moritz Stoppelkamp, Duisburger Linksaußen, mit einem Kopfball aus zehn Metern den Darmstädter Torhüter Daniel Heuer Fernandes (21.) prüfte und Lilien-Flügelmann Joevin Jones auf der Gegenseite das Außennetz (27.) traf, nahm die Partie endlich Fahrt auf. Erst vollbrachte MSV-Angreifer Richard Sukuta Pasu tatsächlich das Kunststück, den Ball aus drei Metern ebenso weit über den Kasten zu feuern (39.), Unvermögen, dann traf Lilien-Angreifer Serdar Dursun zweimal nur die Querstange des Duisburger Kastens (42., 44.), Pech. Als dann auch noch der Darmstädter Kapitän, Aytac Sulu mit dem Pausenpfiff in Anschluss an eine Ecke seinen Kopfball nur Zentimeter über das Tor setzte, spätestens da hätten die Hausherren eine Pausenführung verdient gehabt.

Angetrieben von den guten Schlusssequenzen in Abschnitt eins waren die Hessen auch nach dem Seitenwechsel das bessere Team. Hinten standen die Schuster-Schützlinge nun gewohnt stabil, vorne brachen vor allem die beiden Außenflitzer, Joevin Jones und Marcel Heller, immer wieder durch. In der 66. Minute zappelte dann nach ebensolch einem Angriff über die Außen der Ball auch im Duisburger Netz - Mittelstürmer Dursun stand nach Ansicht des Schiedsrichtergespanns aber haarscharf im Abseits.

Die kurze Aufregung wich nur zwei Minuten später purer Freude. Dursun hatte einen langen Ball genau in den Lauf von Heller verlängert, der den Duisburger Torhüter umkurvte und mit links zum 1:0 einpasste (68.). Weitere sechs Minuten später war es erneut eine Co-Produktion der beiden besten Darmstädter. Diesmal bereitete Heller mit einer Flanke von rechts vor, Dursun drückte die Kugel mit dem Bauch über die Linie - die Entscheidung. Den Schlusspunkte setzte Tobias Kempe, als er eine Flanke des überragenden Hellers zum 3:0-Endstand einköpfte (86.).

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