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Shekiera Martinez Gesichter der Zukunft

Beim 1. FFC Frankfurt ist Shekiera Martinez das größte Talent. U20-Stürmerin Laura Freigang kommt.

Shekiera Martinez
Shekiera Martinez ist erst 16 Jahre alt, spielt aber schon beim 1. FFC Frankfurt in der Bundesliga. Foto: Imago

Es waren ereignisreiche Wochen für Shekiera Martinez vom 1. FFC Frankfurt. Sie gab ja nicht nur ihr Debüt in der Frauen-Bundesliga, sondern die 16-Jährige wurde auch Torschützenkönigin der jüngsten U17-EM. „Es ist sehr viel Aufregendes passiert“, sagt Martinez, die mit ihren neun Treffern die Höchstzahl bei einem Uefa-Turnier Männer oder Frauen egalisierte: Neun Tore gelangen nur Michel Platini (EM 1984) und Elena Danilova (U19-EM 2005). Dem FFC-Talent gelang ein Hattrick gegen Litauen und im Halbfinale gegen England. Insgesamt 22 Tore in 31 Einsätzen im DFB-Trikot stehen bereits in ihrer Vita. Trotz der 0:2-Niederlage im Finale gegen Spanien ist Shootingstar Martinez mit ihren Mitspielerinnen für die WM im Herbst in Uruguay qualifiziert.

In der Frauen-Bundesliga stand sie erstmals vor einem Monat beim Heimspiel gegen Turbine Potsdam in der Startelf. „Ich war sehr, sehr aufgeregt vor dem Spiel. Nach dem Aufwärmtraining ging es etwas besser“, erzählt sie. Gegen den Rivalen legte sie bald ihre Nervosität ab, traute sich Dribblings zu. Die letzte Frankfurter Debütantin in diesem Alter war die A-Nationalstürmerin Svenja Huth.

Anlagen für eine Karriere bis ins A-Nationalteam hat auch Martinez. Das Heimspiel gegen den FC Bayern München (Sonntag, 14 Uhr) ist in dieser Saison die letzte Gelegenheit, vielleicht ihr erstes Tor zu erzielen. Danach soll sie zu einem der prägenden Gesichter des Frankfurter Frauenfußballs aufgebaut werden.

Ein weiteres könnte auch Laura Freigang werden. Die U20-Nationalstürmerin hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Die 20-Jährige, die seit August 2016 für Pennsylvania StateUniversity spielte, nahm bereits in den letzten Wochen am Training des FFC-Bundesliga-Teams teil, um sich auf die bevorstehende U20-WM in Frankreich vorzubereiten. Vor ihrem USA-Stipendium spielte die Preisträgerin der Fritz-Walter-Medaille in Bronze (2015) für TSV Schott Mainz. 

Bezug zur Region hat auch die im Winter aus der zweiten Mannschaft beförderte Martinez, die aus Fulda stammt und mit vier Geschwistern aufwuchs. Ihre Unbekümmertheit und ihr Torinstinkt fallen auf, doch sie hat noch Potenzial nach oben: „Ich muss Ballannahme und -mitnahme verbessern. Das Tempo in der Bundesliga ist viel höher, die Zweikämpfe sind intensiver.“ 

 Nicht nur äußerlich, auch auf dem Spielfeld ähnelt Martinez der ehemaligen FFC-Spielerin Celia Sasic. Persönlich kennen sich beide zwar nicht, doch weil sie oft auf Gemeinsamkeiten angesprochen, beschäftigte sich Martinez von selbst mit der 2015 zurückgetretenen Nationalspielerin, die so zu ihrem Vorbild wurde: „Ihre Laufwege und Kaltschnäuzigkeit waren überragend.“

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