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FFC Frankfurt Vorn zu harmlos, hinten zu offen

Der 1. FFC Frankfurt ist beim 0:3 bei Bayern München letztlich chancenlos.

Gefeiert wurden die drei Geburtstagskinder Lily Agg, Jackie Groenen und Marith Prießen vom 1. FFC Frankfurt schon morgens. Denn nach der 0:3 (0:1)-Niederlage bei Bayern München fuhren einige schon nicht mehr im Mannschaftsbus nach Frankfurt, sondern direkt in die Weihnachtspause.  Ein 0:3 im letzten Hinrundenspiel der Frauen-Bundesliga, der bisher höchsten FFC-Saisonniederlage, gegen den Tabellenzweiten ist keine Schande. Mit der insgesamt erfolgreichen Hinrunde, in der der FFC lange Zeit den Anschluss an die vorderen Plätze halten konnte, ist Trainer Niko Arnautis zufrieden. Damit beenden die Hessinnen das Jahr auf Rang fünf. „Wir sind heute natürlich enttäuscht über das Ergebnis, aber insgesamt stolz und glücklich über die gute Hinrunde“, sagte Arnautis der FR.

Aufgrund der witterungsbedingten Spielabsage vergangene Woche gegen die SGS Essen hatte der FFC in der Liga zuletzt vor einem Monat gespielt. Das habe man dem Team angemerkt, „wir waren in den entscheidenden Situationen nicht konsequent“. 

Zur Halbzeitpause erinnerte vieles an die 0:1-Niederlage im November gegen den VfL Wolfsburg. Ordentlich gespielt, wenig zugelassen, nur knapp verloren. Die Bayern wollten nach ihrer 1:3-Niederlage gegen den VfL wieder Boden gutmachen, während dem FFC zum Schluss die Kraft fehlte, um aus dem Grünwalder Stadion noch einen Punkt mitzunehmen.

Offensiv brachte der FFC kaum etwas zustande, blieb derart ungefährlich, dass kein einziger Ball in 90 Minuten auf das Bayern-Gehäuse kam. Sobald FFC-Spielerinnen in die Nähe des gegnerischen Strafraums kamen, wurden die Pässe ungenau. „Vorne hat die letzte Entschlossenheit gefehlt, wir hatten aber im Ansatz ein paar starke Angriffe“, sagte der FFC-Coach. Der Einsatzwille stimmte zweifelsohne. Doch die Münchnerinnen präsentierten sich im Mittelfeld klar zweikampfstärker.

Das Hauptproblem aber war die FFC-Defensive. Mit nur fünf Gegentoren vor diesem Spieltag stellten die Frankfurterinnen  die beste Abwehr der Liga, doch gegen München wackelte die Viererkette einige Male bedenklich. Bereits beim ersten Gegentor durch Nicole Rolser (36. Minute) wirkte Prießen orientierungslos. In der 72. Minute konnte Ex-FFC-Verteidigerin Gina Lewandowski ungedeckt nach einer Ecke auf 2:0 erhöhen. Auch das 3:0 von Jill Roord (79.) nach einer flachen Hereingabe fiel zu einfach. Frankfurt konnte sich bei seiner Torfrau Bryane Heaberlin bedanken, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. 

Bayerns Torjägerin Mandy Islacker hätte beim Wiedersehen mit ihrem alten Klub schon nach drei Minuten treffen können. Die deutsche Nationalspielerin hatte auch danach einige Möglichkeiten, die Frankfurter Niederlage höher zu gestalten. „Wir haben gesehen, immer am Limit sein zu müssen, um gegen solche Teams zu bestehen“, erklärte Arnautis. Grämen, dass dies am dritten Advent nicht klappte, muss er sich nur ein kleines bisschen. 

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