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FFC Frankfurt Erleichterung beim FFC

Die Frankfurterinnen erhoffen sich einen Schub vom ersten Saisonsieg.

Fussball 1.Bundesliga Damen, 1.FFC Frankfurt - SC Sand
Cool abgestaubt: Laura Feiersinger (vorne) trifft gegen Sand zum Sieg für den FFC. Foto: Huebner/Bremes

Siggi Dietrich war vor der Partie optimistisch gewesen. Irgendwann, erklärte der Manager des bis dahin noch punktlosen Frauenfußball-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt vor dem Duell mit dem SC Sand im VIP-Raum des Brentanobad-Stadions, müsse der Knoten doch platzen. Dann werde das seiner Meinung nach seit Saisonbeginn immer besser spielende Team für sein eigentlich gutes Auftreten belohnt werden.

Knapp eine Stunde später war es soweit. Eine Chance, die Laura Feiersinger bekam, als der Ball nach einem Torschuss von Stümerin Geraldine Reuteler vom Pfosten abprallte und direkt auf sie zuflog, verwandelte die 25-jährige Österreicherin. Der Treffer in der 47. Spielminute sollte der einzige an diesem Vormittag bleiben, die Begegnung endete 1:0 (0:0). Am Tabellenbild änderte sich dadurch nichts: Die früher so erfolgsverwöhnten Hessinnen verbleiben auf dem elften, also vorletzten Rang. Doch das ersehnte Erfolgserlebnis, davon ist auch Trainer Niko Arnautis überzeugt, sollte eine gehörige Portion Selbstbewusstsein geben. 

„Wir waren eigentlich immer positiv“, erklärte die Torschützin, die wegen Wadenproblemen beinahe ausgefallen wäre. Aber es habe schon wehgetan, etwa Ende September in Potsdam das eigentlich stärke Team gewesen zu sein und trotzdem als Verlierer nach Hause zu fahren. Gezweifelt habe man jedoch grundsätzlich nicht, betonte die Nationalspielerin: „Wir sind eine junge Mannschaft mit frechen Mädels“, da lasse man sich die Stimmung nicht so leicht verderben.

Man bleibt bescheiden

Die Erleichterung über den Sieg war vor allem bei den Verantwortlichen dennoch zu spüren. Zumal in der ersten Hälfte wenig auf das glückliche Ende hingedeutet hatte. Die Gastgeberinnen zeigten sich zwar etwas aktiver als die Formation von Sascha Glass, der bei der Rückkehr in seine frühere Heimat Rhein-Main-Gebiet und zwei Tage nach seinem 46. Geburtstag gerne noch etwas zu feiern gehabt hätte. Doch auf beiden Seiten mangelte es an klaren Möglichkeiten. Das schnelle Glück Feiersingers nach der Pause machte die in der Gästekabine geschmiedeten Pläne zunichte.

„Sand kam danach zwar etwas besser ins Spiel, aber wir haben wenig zugelassen“, analysierte Arnautis, der gerne noch nachgelegt hätte. Man ist jedoch erst mal bescheiden geworden beim viermaligen Champions-League-Gewinner. „Die Spielerinnen haben heute endlich gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt“, ergänzte Manager Dietrich. 

Der Weg ist nun geebnet für die nächsten Schritte. Am liebsten schon beim nächsten Heimspiel am Sonntag (11 Uhr) gegen den Tabellendritten aus Essen. 

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