Lade Inhalte...

Bayer Leverkusen - 1. FFC Frankfurt 1. FFC richtet den Blick nach vorne

Nach dem 3:0 gegen Leverkusen steht für die Frankfurterinnen eine Englische Woche an.

Leverkusen - FFC
Wieder getroffen: FFC.Stürmerin Laura Freigang (l.). Foto: Imago

Die Woche wird schwer. Schon am Mittwoch (18.30 Uhr) muss der 1. FFC Frankfurt wieder in der Bundesliga ran. Dann gastiert zum Abschluss der Hinrunde der MSV Duisburg am Brentanobad, gefolgt vom Tabellenführer aus Wolfsburg, den die hessischen Fußballerinnen am Sonntag erwarten. Doch so weit voraus blickt Trainer Niko Arnautis noch nicht. Für den 38-Jährigen zählt immer nur der nächste Schritt.

Entsprechend war der Fachmann ruhig geblieben, als es zu Saisonbeginn für sein junges Team nicht lief. Genauso entspannt gibt sich der Pädagoge angesichts der Erfolgsserie, für die die Mannschaft gerade sorgt. Zum fünften Mal hintereinander gingen die Frankfurterinnen am Sonntag nach einem Pflichtspiel als Siegerinnen vom Platz. Mit 3:0 (2:0) hatten sie Bayer Leverkusen bezwungen. Laura Feiersinger (15.), Laura Freigang (39.) und Margarita Gidion (64.) waren die Treffer geglückt. 

„Über weite Strecken“ zeigte sich der Coach dabei mit der Leistung seiner Mannschaft gegen den Aufsteiger zufrieden. Während die Gastgeberinnen vor 212 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion in der zweiten Hälfte aufdrehten, sei auch der FFC trotz Führung dauerhaft gefährlich geblieben. Allen voran Tanja Pawollek hätte mit einem Kopfball ein weiteres Tor auf der Habenseite verbuchen können, wäre das Spielgerät nicht an die Latte geknallt. 

„Wir hatten die Partie im Griff“, erklärte Arnautis. Zudem war mal wieder auf seine beiden Toptorjägerinnen Feiersinger und Freigang Verlass. „Die Tore waren gut herausgespielt“ und demnach Resultat einer starken Mannschaftsleistung. „Aber die beiden standen mal wieder goldrichtig.“ Der Lohn der feinen Nasen lässt sich in der Statistik ablesen: Freigang mit sieben Treffern auf Rang zwei und Feiersinger mit einem weniger auf Platz sieben gehören zu den treffsichersten Spielerinnen der Liga. In der Tabelle haben sich die Frankfurterinnen auf Platz sechs vorgeschoben.

Übermut wäre jedoch fehl am Platz. „Es reicht nicht, nur 95 Prozent zu geben“, betont ihr Trainer. „Wir müssen immer am Limit spielen.“ In den nächsten Tagen geht es zudem darum, die Gratwanderung zwischen Be- und Entlastung zu schaffen. Einerseits muss die bevorstehende Partie gegen den Tabellenneunten vorbereitet, andererseits sollten die Kräfte in der Englischen Woche gut eingeteilt werden. Die Begegnung mit den Wölfinnen spielt für Arnautis dabei keine Rolle, „dafür haben wir nach Mittwoch noch vier Tage Zeit. Das ist wieder eine ganz andere Geschichte.“ Also erst mal Duisburg, der „unbequeme Gegner“, der nach der 1:8-Niederlage gegen Potsdam am Sonntag auf Wiedergutmachung brennen werde. „Das ist ein aggressives und sehr gefährliches Team“, das man jedoch mit dem Rückenwind der eigenen Fans und in der besonderen Atmosphäre eines Flutlichtspiels in Schach halten sollte, um die Hinrunde „zu vergolden“. 

Inwiefern dabei Shekiera Martinez eine Rolle spielt, bleibt abzuwarten. Die U17-Nationalspielerin kam erst am Mittwoch von der Weltmeisterschaft in Uruguay zurück, wo die deutsche Elf im Viertelfinale an Kanada gescheitert war. Mitgebracht hatte sie eine Adduktorenverletzung. Doch nicht nur deshalb hatte Arnautis dem Talent eine Pause gegönnt: „Wir müssen jetzt erst mal schauen, in welcher Verfassung sie ist.“ Am heutigen Montag wird Martinez wieder ins Training einsteigen, „dann werden wir weitersehen“. 

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen