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1. FFC Frankfurt Pflichtsieg zur Jobverlängerung

Das 3:0 des 1. FFC Frankfurt in Sindelfingen hilft vor allem Interimstrainer Philipp Dahm. Manager Siegfried Dietrich will sich bald mit dem 33-Jährigen zusammensetzen - die Kürung zum Cheftrainer könnte folgen.

Akrobatisch: Torschützin Svenja Huth probiert es per Fallrückzieher. Foto: Huebner/Roemer

Das 3:0 des 1. FFC Frankfurt in Sindelfingen hilft vor allem Interimstrainer Philipp Dahm. Manager Siegfried Dietrich will sich bald mit dem 33-Jährigen zusammensetzen - die Kürung zum Cheftrainer könnte folgen.

Dritter Sieg im vierten Ligaspiel: Nach dem 3:0 (1:0) beim VfL Sindelfingen liest sich die Zwischenbilanz von Philipp Dahm beim Frauenfußball-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt wieder etwas besser. Die durch das Pokalaus beim FC Bayern München entstandene Enttäuschung ist damit abgemildert, „auch wenn es ein Pflichterfolg war, wegen dem wir keine Luftsprünge machen müssen“, wie der Interimstrainer anmerkte.

Und doch könnte die souveräne Vorstellung im Floschenstadion dabei helfen, den Wunsch des 33-Jährigen in Erfüllung gehen zu lassen, bald auch offiziell zum Cheftrainer gekürt zu werden. Manager Siegfried Dietrich vernahm die telefonische Kunde vom Auswärtssieg in seinem Urlaubsdomizil in Kapstadt mit Erleichterung. „Irgendwann muss man sich nun zusammensetzen“, sagt Dahm, „da werden wir demnächst einen Zeitpunkt finden.“ Dietrich wird noch bis Mitte nächster Woche in Südafrika weilen.

FFC hoch überlegen

Beim Meister der Zweiten Bundesliga Süd erwischte das FFC-Team den optimalen Start: Bereits nach zehn Minuten nahm Sandrine Brétigny nach einer Vorlage von Svenja Huth den Ball an und vollendete gekonnt zum 1:0.

Ähnlich fiel auch ihr zweiter Treffer zehn Minuten vor dem Ende, auf Vorlage von Ana-Maria Crnogorcevic. Die Französin tat damit genau das, wofür sie nach Frankfurt gelockt worden war. „Wenn sie nicht bei einem doppelten Lattenschuss noch Pech gehabt hätte, wären ihr sogar drei Tore gelungen“, sagte Dahm.

Zu seiner Beruhigung hatte auch das 2:0 beigetragen, das Svenja Huth selbst beisteuerte (59.). „Wir haben uns für die Arbeit belohnt und sehr konzentriert gespielt“, befand Dahm, der ein hoch überlegenes Gästeteam sah.

Dass zeitgleich auch der Meisterschaftsfavorit VfL Wolfsburg in Essen patzte, dürfte den Hessen ebenso gefallen haben. „Die Liga wird ausgeglichener“, glaubt der FFC-Coach. Er will übrigens nicht darüber klagen, dass ihm schon vom Montag an die neun deutschen Nationalspielerinnen nicht zur Verfügung stehen, die Bundestrainerin Silvia Neid für die beiden Länderspiele bei Olympiasieger USA (20. und 23. Oktober) berufen hat. „Wir müssen das Beste daraus machen, ich werde einige Talente ins Training einbinden.“

Stenogramm

Sindelfingen: Holder – C. Schwägler (23. Wörner), Höller, T. Dongus, Laich – Szarvas (52. Tieber), Julevic, F. Dongus, Schneider (72. Spengler), Mann – Loipersberger.

Frankfurt: Angerer - Schmidt, Bartusiak, Kumagai, Peter (80. Thunebro) - Kulig, Laudehr (58. Crnogorcevic) - Huth, Marozsan (85. Weber), Garefrekes - Bretigny.

Schiedsrichterin: Appelmann.

Tore: 0:1 Bretigny (10.), 0:2 Huth (59.), 0:3 Bretigny (80.).

Zuschauer: 750.

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