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1. FFC Frankfurt Ohne Druck in die Rückrunde

Der 1. FFC Frankfurt startet in die Vorbereitungsphase und nimmt mal wieder an einem Hallenturnier teil.

Niko Arnautis bat am Mittwochnachmittag die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt zur ersten Trainingseinheit, ein paar Tage früher als geplant. Eigentlich sollte die Vorbereitung mit einer kompletten Woche Athletiktraining starten. Umgeplant wurde wegen des Nachholspiels gegen die SGS Essen am 11. Februar, eine Woche vor Rückrundenstart. „Wir wollen auf dem Platz variabler werden, das braucht Zeit“, erklärt der 37-Jährige. Heißt: Arnautis will mehr Spielsysteme einüben, die Spielerinnen auf anderen Positionen ausprobieren.

Dafür sprach der Coach beim Trainingsauftakt auf dem Kunstrasenplatz im Stadion am Brentanobad viel, führte einige Einzelgespräche. Unter den 23 Spielerinnen befanden sich auch die Talente Sophia Kleinherne, Lea Schneider und Shekiera Martinez. Gerade letztere machte beim ersten Üben einen guten Eindruck, zeigte Spielfreude und agierte mutig. Doch anders als Kleinherne und Schneider fliegt sie am 29. Januar aber nicht mit ins fünftägige Trainingslager ins spanische Lloret de Mar, damit die U17-Nationalspielerin „nicht noch mehr Schule verpasst“. Alle drei sind in Arnautis‘ Augen „große Talente, die sich jetzt an das Spieltempo gewöhnen müssen. Sie haben alle die Qualität, sich irgendwann in der Frauen-Bundesliga durchzusetzen.“

Generalprobe im Februar gegen den FC Basel

Damit das möglich wird, will der Deutsch-Grieche all seinen Spielerinnen Spielpraxis geben. Frankfurt testet gegen die Zweitligisten 1. FFC Niederkirchen (20. Januar) und FSV Wetzlar (27. Januar). Härtetests gibt es darüber hinaus im Trainingslager an der Costa Brava gegen den spanischen Erstligaverein Espanyol Barcelona und als Generalprobe eine Woche vor Ligastart gegen den FC Basel.

Außerdem tritt erstmals seit Abschaffung des DFB-Hallenpokals vor drei Jahren eine erste FFC-Mannschaft wieder bei einem Hallenturnier an. Er selbst habe gerne in der Halle gekickt, erinnert sich Arnautis, „viele meiner Spielerinnen haben Bock auf Hallenfußball. Ich werde aber niemanden zwingen, teilzunehmen“. Angst, dass sich am 21. Januar in Rauenberg Spielerinnen verletzen hat er nicht: „Das kann auch auf dem Platz hier passieren.“

Das weiß auch Theresa Panfil. Eigentlich sollte die mittlerweile 22-Jährige nach ihren Kreuzbandrissen im Winter wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Doch die U20-Weltmeisterin musste nach Schmerzen bei Belastung kurz vor Weihnachten erneut operiert werden, zum fünften Mal in ihrer Karriere. Ob und wenn wann sie zurückkehren kann, steht in den Sternen. Auch der Zeitpunkt von Saskia Matheis‘ Comeback nach Pfeifferschen Drüsenfieber ist noch offen.

Doch auch ohne die beiden sieht sich der FFC für die Rückrunde gewappnet in Liga und Pokal, wo es im Viertelfinale zu Hause im eigenen Stadion am 14. März zum Klassiker gegen Turbine Potsdam kommen wird. Druck gibt es aber nicht. Arnautis: „Wir müssen unsere Spielweise nicht groß verändern, wollen uns aber weiterentwickeln.“

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