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1.FFC Frankfurt – Bayern München Unglücklicher Abschied

Ausgerechnet Torfrau Desirée Schumann patzt in ihrem letzten Spiel für den 1. FFC

Fussball 1.Bundesliga Damen, 1.FFC Frankfurt - FC Bayern München
Schmerzhaftes Ende: Desirée Schumann. Foto: Huebner/Blatterspiel

Ein letztes Mal durfte Desirée Schumann das Tor des 1. FFC Frankfurt hüten, bevor sie ihre Fußballkarriere beendet, um sich auf ihre berufliche Karriere zu konzentrieren. Ein Abschiedsgeschenk für Schumann, die vor der Saison ihren Stammplatz an die US-Amerikanerin Bryane Heaberlin verloren hatte. Doch der Abschied der dienstältesten FFC-Spielerin verlief unglücklich: Erst verschuldete die 28-Jährige bei der 0:1 (0:1)-Niederlage im letzten Saisonspiel gegen FC Bayern München das entscheidende Gegentor. Dann musste sie zur Pause wegen einer Rippenverletzung ausgewechselt werden. „So war das nicht geplant“, sagte Schumann, „aber im Sinne der Mannschaft musste ich ausgewechselt werden, auch wenn das bitter ist.“

Ein Freistoß von Bayern-Nationalspielerin Sara Däbritz aus rund 30 Metern war über die regungslose Schumann hinweg ge segelt (24.). Auch in anderen Situationen sah die Torfrau, die vor sieben Jahren von Turbine Potsdam gekommen war, äußerst unglücklich aus. 

Die FFC-Offensive hingegen agierte gerade nach der Pause so stark wie lange nicht mehr. Genügend Chancen für einen verdienten Ausgleich hatte das Team von Niko Arnautis allemal. Gerade die eingewechselte Lily Agg oder die trickreiche Saskia Matheis erarbeiteten sich einige Großchancen. Doch das Vergeben von Tormöglichkeiten ist ein Manko, das sich durch die Saison zieht. Zudem fehlt den Spielerinnen in der einen oder anderen Situation das Glück, ein Tor zu erzwingen. Der Auftritt war dennoch ein versöhnlicher Saisonabschluss nach dem zuletzt platten Auftritt in Essen. Während Bayern mit dem Sieg letzte Restzweifel an der Qualifikation für die Champions League ausräumte, landete der FFC auf Platz sechs. Das ist mit mehr Niederlagen (elf) als Siegen (zehn) die schwächste Bilanz seit der Gründung des Klubs im Jahr 1998. 

Arnautis sieht sein Team trotzdem auf einem guten Weg. Dafür wird der Kader kräftig verändert. Fünf Neuzugänge gibt es bereits. Gestern wurden neben Schumann vor dem Spiel acht weitere Spielerinnen verabschiedet: Kathrin Hendrich (Bayern München), Sophie Schmidt (Kanada), Lise Munk (Masterstudium bei der Uefa), Ceine Brandt (Florida), Kumi Yokoyama (Japan), Nadine Anstatt, Julia Matuschwewski und Agg (alle noch unbekannt). 

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