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Hochsprung Ariane Friedrich sagt Leichtathletik-WM ab

Die Leichtathletik-WM in Moskau wird ohne Ariane Friedrich stattfinden. Die deutsche Hochsprung-Rekordlerin von der LG Frankfurt sagt ihren Start ab.

16.07.2013 13:21
Nicht zum Hinhören: Ariane Friedrich muss auf WM-Teilnahme verzichten. Foto: imago sportfotodienst

Nächstes Negativ-Erlebnis für Ariane Friedrich: Die Leichtathletik-WM in Moskau wird ohne die deutsche Hochsprung-Rekordlerin stattfinden, die seit ihrem Achillessehnenriss im Dezember 2010 nicht mehr zur alten Form fand. Den Verzicht auf eine weitere Normjagd bestätigte Manager Günter Eisinger vor Bekanntgabe der Nominierung für den Saisonhöhepunkt (10. bis 18. August) am Dienstag dem Sport-Informations-Dienst (SID).

„Ariane ist schon ein bisschen geknickt, auch wenn diese Entwicklung für sie nicht neu ist. Mit einer Saisonbestleistung von 1,90 m kann man nicht nominiert werden. Ariane wird keinen Versuch mehr unternehmen, die Norm von 1,95 m zu schaffen. Sie muss erst wieder vollständig fit werden“, sagt Eisinger vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Normen noch bis 29. Juli nachgereicht werden könnten.

Am 21. Juni hatte sich die 29-Jährige von der LG Frankfurt beim Leichtathletik-Meeting in Bühl/Baden-Württemberg während des Einspringens leicht am Knie verletzt, konnte dennoch zum Wettkampf antreten und spürte nach übersprungenen 1,90 m beim Angriff auf die WM-Norm (1,95) einen deutlichen Schmerz. „Das war‘s im Grunde. Seitdem konnte Ariane keinen Wettkampf mehr bestreiten. Und mit Gewalt bringt das gar nichts. Sie muss vollständig gesund werden“, sagt Eisinger.

Falls die Behandlung rechtzeitig anschlägt, wird die deutsche Rekordlerin (2,06) spät in der Saison noch einen Wettkampf bestreiten. Eisinger: „Aber wichtig ist uns, dass sie 2014 von der Hallensaison ab wieder gut dabei ist. Ihr Ziel ist es, wieder unter die ersten Acht in der Welt zu kommen. Und das ist schwer genug.“

Nur die B-Norm

Auf Ihrer Homepage teilte Ariane Friedrich diese Entscheidung bisher noch nicht mit. Aber sie macht in in ihrem acht Tage alten Eintrag deutlich, dass sie zuletzt „erstaunlicherweise oft gefragt werde, warum ich mich noch einmal zurückquäle, warum ich mir das antue?“ Ihre Antwort: „Egal, welche Verletzung und welche Herausforderung noch kommt, ich werde immer wieder aufstehen, solange ich die Kraft dazu habe, und ich werde für meinen Traum, eine Medaille bei den Olympischen Spielen zu erringen, kämpfen.“

Beim Comebackversuch hatte Ariane Friedrich 2012 Olympia nur über die B-Norm erreicht und dann in London hauchdünn das Finale verpasst: „Ich habe alles gegeben, um in das Finale zu kommen, ich habe mehr als meine Gesundheit riskiert und bin leider knapp mit meiner Saisonbestleistung von 1,93 m gescheitert. Aber auch, nachdem die Latte zum dritten Mal hintereinander bei 1,96 m fiel, konnte ich mit erhobenem Haupt vom Platz schreiten.“

Was sie mehr aus der Bahn warf, als sie zugab, war offenbar die Stalker-Affäre, die monatelang die Medienwelt bewegte. Dazu herrscht heute Schweigen bei Friedrich und Eisinger. Der Manager sagt: „Dieses Kapitel haben wir mit einem sehr gelungenen Beitrag des Zeit-Magazins abgeschlossen. Wir reden darüber nicht mehr in der Öffentlichkeit, auch wenn uns auch das Fernsehen noch häufig darauf anspricht.“ (sid)

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