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Nach Durmaz Last-Minute-Foul Zeichen gegen Rassismus: Schweden verurteilen Beleidigungen

02.08.2018 13:28
Jimmy Durmaz
Schwedens Durmaz geriet nach seinem Foul und dem darauf folgenden Siegtor der Deutschen massiv unter Kritik. Foto: Ye Pingfan/xinhua

Die schwedische Fußball-Nationalmannschaft hat ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt.

Vor dem ersten Training nach dem 1:2 gegen Deutschland versammelte sich die Mannschaft geschlossen hinter Mittelfeldspieler Jimmy Durmaz, der in den sozialen Netzwerken massiv beleidigt und bedroht wurde und rief gemeinsam: „Fuck Racism“ (in etwa: „Scheiß Rassismus“). Durmaz weinte unmittelbar nach dem Ausruf.

Zuvor hatte Trainer Janne Andersson in einer kurzen Ansprache gesagt, Reaktionen wie die jüngsten in den sozialen Netzwerken seien völlig inakzeptabel. Durmaz selbst bezog ebenfalls Stellung. „Kritisiert zu werden, ist etwas, mit dem wir leben, aber ein Selbstmordattentäter genannt zu werden, Morddrohungen gegen mich und meine Kinder zu erhalten, ist absolut inakzeptabel“, sagte der 29-Jährige türkischer Abstammung. „Ich bin schwedisch und ich trage unser Trikot und unsere Flagge mit Stolz. Ich möchte mich bei all jenen bedanken, die Liebe und Wärme verteilen. Wir stehen beisammen, wir sind Schweden.“

Durmaz hatte in der Nachspielzeit Timo Werner gefoult und so den Freistoß verursacht, den Toni Kroos zum 2:1 verwandelte. Der schwedische Verband erstattete am Sonntag nach den Beleidigungen und Drohungen Anzeige. In einer ersten Reaktion hatte Durmaz gelassen reagiert und gesagt: „Das interessiert mich nicht.“

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