Lade Inhalte...

WM-Achtelfinale Schweiz trotz Sorgen optimistisch: „Schweden ist machbar“

Die halbe Viererkette fehlt. Trotzdem präsentiert sich die Schweiz vor dem WM-Achtelfinale gegen Schweden selbstbewusst. „Wir können die Überraschungsmannschaft sein“, sagt Blerim Dzemaili. Die Ausfälle könnten einem Bundesligaspieler zum WM-Debüt verhelfen.

02.08.2018 13:27
Von Thomas Eßer, dpa
Granit Xhaka
Granit Xhaka steht mit den Schweizern im WM-Achterlfinale. Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE

So wird es für die Schweiz schwer mit dem Einzug in das erste WM-Viertelfinale seit 1954. Nach dem dürftigen 2:2 im letzten Vorrundenduell mit Costa Rica forderte Torwart Yann Sommer, im Achtelfinale gegen die starken Schweden die bisherigen Fehler abzustellen.

„Jetzt gilt es, die Dinge, die wir gegen Costa Rica und Serbien nicht gut gemacht haben, zu korrigieren, und dann geben wir Vollgas“, sagte der 29-Jährige von Borussia Mönchengladbach.

Die Gelegenheit am Dienstag (16.00 Uhr MESZ) in St. Petersburg scheint trotz schwieriger Vorzeichen günstig wie selten. „Schweden ist machbar“, sagte Mittelfeldmann Valon Behrami. Er sprach von einer großen Chance, „endlich diesen Schritt zu machen“. Trainer Vladimir Petkovic muss seine Mannschaft allerdings auf wichtigen Positionen umbauen. In Kapitän und Rechtsverteidiger Stephan Lichtsteiner und Innenverteidiger Fabian Schär fehlen gleich zwei Säulen der Vierer-Abwehrkette gelb-gesperrt.

„Leider haben wir für zwei unnötige Fouls im Zentrum, weit weg von unserem Tor, zwei Gelbe Karten bekommen“, sagte Petkovic. „Aber wir haben 23 Spieler, und ich vertraue voll auf diese Spieler.“ Blerim Dzemaili wollte ebenfalls nicht jammern. „Wir müssen nicht schauen, wer nicht da ist, sondern, wer da ist“, sagte der zum besten Spieler der Partie gegen Costa Rica gekürte Torschütze.

Einer, der für die freigewordenen Plätze infrage kommt, ist Sommers Gladbacher Teamkollege Nico Elvedi. „Wenn der Trainer mich aufstellt, werde ich auf jeden Fall bereit sein“, sagte der 21-Jährige, der noch auf seinen ersten WM-Einsatz wartet. Er könnte sowohl als Rechtsverteidiger für Lichtsteiner als auch im Zentrum für Schär auflaufen. Michael Lang und der frühere Hamburger Johan Djourou wären weitere Alternativen für Petkovic. Der Coach ist überzeugt: „Die Mannschaft kann das verkraften.“

Nach dem Ausscheiden von Titelverteidiger Deutschland und weiteren schwachen Auftritten von Mitfavoriten wittert die Schweiz ihre Chance. „Diese WM ist voller Überraschungen, und ich glaube, wir können die Überraschungsmannschaft sein“, sagte Dzemaili. Der 32-Jährige weiß allerdings auch, dass dafür eine Steigerung nötig ist. Gegen Costa Rica und beim 2:1-Sieg gegen Serbien verschliefen die Eidgenossen jeweils die Anfangsphase und waren defensiv anfällig. „Wir müssen besser spielen“, forderte Dzemaili.

Teamkollege Behrami sieht das ähnlich. Die Schweiz sei zuletzt zu verwundbar bei schnellen Gegenangriffen gewesen, meint er. Daran müsse man arbeiten, schließlich spielten die Schweden „fast immer auf Konter“. Der 33-Jährige sieht in dem Ausfall von Lichtsteiner und Schär auch einen Ansporn: „Wir müssen auch für die Gesperrten alles geben. Dann können sie im Viertelfinale noch mal zurückkommen.“

(Von Thomas Eßer, dpa)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen