Lade Inhalte...

Mexiko Skandal bei Deutschlands Gegner Mexiko

Bei Deutschlands Gruppengegner Mexiko sorgt eine Party mit rund 30 Prostituierten für Wirbel. Auch zwei Spieler von Pokalsieger Eintracht Frankfurt sollen mit von der Partie gewesen sein.

06.06.2018 12:07
Mexico v Scotland - International Friendly
Auch Marco Fabian (im Bild) und Carlos Salcedo von Eintracht Frankfurt sollen mit bei der Feier gewesen sein. Foto: dpa

Die Fotos zeigen junge Männer und hübsche Frauen, bei Tag und bei Nacht, vor einem Anwesen in Mexiko-Stadt. Eigentlich kein Grund zur Aufregung, allerdings beginnt nächste Woche die Fußball-WM in Russland. Und die jungen Männer sind eindeutig Nationalspieler Mexikos, die hübschen Frauen sollen, nun ja, Prostituierte sein.

Und diese Fotos sorgen im Land des deutschen WM-Auftaktgegners für ordentlich Wirbel, schließlich hätten sich die Spieler nach Informationen des Magazins TV Notas bei einer „Orgie“ größeren Ausmaßes mit „30 Escort-Damen“ vergnügt.

So etwas wie die Gastgeber der Party vor der Abreise des Teams nach Europa sollen unter anderem Carlos Salcedo und Marco Fabian vom DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt gewesen sein, die weiteren Teilnehmer laut des Klatschmagazins: Torhüter Guillermo Ochoa, Raul Jimenez, die Brüder Jonathan und Giovani dos Santos, Hector Herrera, Jesus Corona und Jesus Gallardo. Die Feier hätte rund 24 Stunden gedauert, heißt es.

Kein Verständnis bei den Anhängern

Und während sich die Fans der „El Tri“ über das Verhalten der Spieler empören, hat der Verband kaum Sanktionsmöglichkeiten. Schließlich mussten die Kader bereits beim Weltverband FIFA gemeldet werden, Änderungen sind nur noch nach Verletzungen möglich. Zudem weilt Trainer Juan Carlos Osorio mit seiner Mannschaft bereits in Kopenhagen, wo am Samstag gegen Dänemark das letzte Testspiel steigt, bevor Mexiko und Weltmeister Deutschland am 17. Juni in Moskau aufeinander treffen. Im Teamhotel redete Kapitän Rafael Marquez auf die beteiligten Spieler ein.

Guillermo Cantu, Generalsekretär des mexikanischen Fußball-Verbandes, bestätigte den Vorfall nicht. Er schloss aber generell eine Bestrafung aus, weil die Spieler „kein Training verpasst haben“. Auf die Freizeitgestaltung der Kicker habe der Verband keinen Einfluss. „Ein freier Tag ist ein freier Tag, und das sind die Risiken, die mit solchen Freiheiten einhergehen“, sagte Cantu.

Bei Teilen der Anhänger kommt der Skandal gar nicht gut an. Schließlich soll die „Abschiedsfeier“ im Anschluss an das wenig ruhmreiche 1:0 im Test gegen Schottland am vergangenen Sonntag stattgefunden haben, das Team hatte sich Buhrufe gefallen lassen müssen. Nun werden sie in den sozialen Netzwerken verspottet, nach dem Motto: Die Deutschen trainieren fleißig, und die eigene Mannschaft lässt es kurz vor dem Turnier ordentlich krachen.

Dabei haben Sex-Skandale rund um Mexikos Nationalmannschaft schon fast Tradition. 2010 wurden Efrain Juarez und Carlos Vela nach einer Party sechs Monate suspendiert, 2011 – kurz vor der Copa America – nahmen einige Spieler Dienste von Prostituierten in Anspruch und wurden mit einer Geldstrafe sowie einer vorübergehenden Verbannung aus der Nationalmannschaft bestraft. (sid)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen