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Schlagzeilen Internationale Pressestimmen zum WM-Aus der DFB-Elf

02.08.2018 13:19

Die Deutsche Presse-Agentur hat die internationalen Pressestimmen zum WM-Aus der DFB-Elf gesammelt:

ITALIEN:

„La Stampa“: „Die Panzer und Merkel: Der tiefe Fall der Götter. Löw sitzt seit 2006 auf der deutschen Bank, Merkel seit 2000 im Kanzleramt. Ist das zu viel für eine Ära, in der man seine Anführer schnell satt hat? Merkel steht noch, Seehofer, Trump, Putin und Salvini treiben sie auf das Feld, sie muss aus dem Tor, wie Neuer. Die sportliche Niederlage Deutschlands wird mit Schadenfreude auf manchen italienischen Webseiten begrüßt: Es sind Leute, die von der Vergangenheit träumen. Aber im Fußball ist es wie in der Wirtschaft: Die Deutschen lernen aus ihren Fehlern, wir (die Italiener) nicht.“

„La Repubblica“: „Deutschland ist verloren. Der moderne Fußball verschont keinen. Es ist ein geteiltes Schicksal, ein Virus, der sich durchfrisst, ohne Unterschiede. Es gibt nichts Größeres, als Weltmeister zu werden. Aber es ist eine wenig nachhaltige Größe.“

Nachrichtenagentur Ansa: „Germania kaputt“

„Corriere della Sera“: „Eine so graue Mannschaft, hat nichts mehr zu sagen. Deutschland ist draußen - und jeder findet so sein eigenes Korea. Heute müssen wir erkennen, dass Deutschland auf der gleichen Stufe wie Italien steht. Es ist nur wesentlich älter.“

RUSSLAND:

„Sport-Express“: „Es war die größte Sensation der WM 2018. Die deutsche Nationalmannschaft, amtierender Weltmeister und Confed-Cup-Gewinner, hat gegen Korea verloren und den letzten Platz in der Gruppe belegt. Um dieses Deutschland tut es einem überhaupt nicht leid.“

„Rossijskaja Gaseta“: „Die deutsche Nationalmannschaft hat ihre Geschichte umgeschrieben. Ein starkes Kapitel wurde in der Kasan-Arena in die Chronik des viermaligen Weltmeisters eingetragen. Aber die Deutschen werden es wohl kaum oft nachlesen wollen. Die Bundesmannschaft hat sensationell gegen Südkorea verloren und verlässt das Turnier nach der Gruppenphase.“

„Kommersant“: „Das Ende der Germanomanie. Bei der Weltmeisterschaft setzt sich eine seltsame Tradition fort. Zum dritten Mal in Folge kann der amtierende Weltmeister seinen Titel nicht nur nicht verteidigen, sondern fliegt auch in der Gruppenphase raus. Bei der WM in Russland fielen dem nun die Deutschen zum Opfer.“

„Moskowski Komsomolez“: „Löws letztes Brüllen - Die Hauptsensation bei der WM ist: Die Deutschen haben sich vom Titel verabschiedet.“

GROSSBRITANNIEN:

„Telegraph“: „Es gab keinen teutonischen Befreiungsschlag, keine Rettung in letzter Sekunde, kein 90 Minuten Spielen und am Ende gewinnen die Deutschen.“

„The Sun“: „Schadenfreude, Substantiv (aus dem Deutschen): Vergnügen, das vom Unglück einer anderen Person bezogen wird.“

„Daily Mail“: „Gott im Himmel! Deutsche fliegen raus - und in Großbritannien bleibt kein Auge trocken!!“

FRANKREICH:

„L'Équipe“: „Höchststrafe für ein Team, das keines war.“

„Le Journal de la Haute-Marne“: „Zu sagen, Deutschland stehe unter Schock, kommt einem zarten Euphemismus gleich. Diese symbolische Niederlage tritt im ungünstigsten Moment ein. Die größte Wirtschaftsmacht Europas ist mit Krisen konfrontiert, die ihr Image verändern. Der Dieselgate-Skandal hat den Ruf von Made in Germany ernsthaft erschüttert. Die politische Krise, ausgelöst durch die Migrationsfrage, ebnet einer extremen Rechten den Weg, die in Anbetracht der deutschen Geschichte übel riecht. Kurzum, auf der anderen Seite des Rheins ist es nicht nur der Fußball, der nicht rund läuft.“

POLEN:

„Przeglad Sportowy“: „Historische Katastrophe! Deutschland verliert auf sensationelle Weise gegen Südkorea und scheidet bei der WM aus! Die Niederlage gegen Mexiko und die Qualen mit den Schweden waren kein Zufall. Das Tor von Toni Kroos war nicht die Geburt einer neuen Mannschaft. Es verlängerte bloß die Agonie.“

„Sportowe Fakty“: „Schock für die Deutschen. Die Weltmeister fahren nach Hause. Neben Südkorea sah die Mannschaft von Joachim Löw aber weder flinker, ideenreicher noch organisierter aus als bei ihren vorherigen Auftritten.“

„Rzeczpospolita“: „Der Weltmeister scheidet aus dem Turnier aus: Deutschland gewinnt nicht immer. Deutschland stieß mit dem Kopf gegen die koreanische Mauer und als die Uhr die 90. Minute anzeigte, schien es, dass die Mannschaft ihr Ziel noch erreicht. Neun zusätzliche Minuten wurden jedoch zum deutschen Alptraum und zur emotionalen Achterbahnfahrt“

SCHWEIZ:

„Neue Zürcher Zeitung“: „Ein Test gegen Brasilien misslang, und zuletzt konnte nicht einmal gegen Österreich gewonnen werden, ja selbst Saudiarabien wurde zur echten Hürde. Doch Löw war außerstande, dieser Erosion entgegenzuwirken, ja er beschleunigte diesen Prozess sogar, indem er es versäumte, die Erneuerung des Kaders konsequent voranzutreiben: Spieler wie Sami Khedira, Mesut Özil und Thomas Müller konnten sich ihres Stammplatzes sicher sein. Dabei hätte das Personal für einen Umbruch durchaus bereitgestanden, doch Löw scheute den Konflikt mit dem angestammten Personal. Viel zu spät steuerte Löw gegen, weswegen sein Anteil am Dilemma gewiss nicht klein ist.“

„Tages-Anzeiger“: Die Warnschüsse wurden nicht ernst genug genommen. Bundestrainer Joachim Löw verbreitete ein lässiges Wir-schaffen-das-schon-Gefühl, und er erstaunte mit seltsamen Entscheidungen. So berief er Leroy Sané nicht ins WM-Kader. Und so stellt sich die Frage, ob Löw trotz kürzlich erfolgter Vertragsverlängerung bis 2022 noch der richtige Trainer ist, um den dringend notwendigen personellen Umbau im Team zu moderieren. Nach zwölf Jahren in der Verantwortung hat es sich Löw gemütlich eingerichtet, frische Impulse verlieh der 58-Jährige seiner Belegschaft schon länger nicht mehr. “

„Blick“: „Die WM stand früh unter einem schlechten Stern - zumal kaum ein Weltmeister von 2014 Normalform hatte: Mesut Özil, Sami Khedira, Jerome Boateng oder Thomas Müller? Alle Schatten ihrer selbst, mut- und kraftlos. Und vor allem: satt. Tone Kroos schoss ein wunderbares Tor gegen Schweden - legte dafür aber im Getümmel den Südkoreanern das Führungstor auf. Symptomatisch!“

ÖSTERREICH:

„Österreich“: „Neues KORdoba für Piefke“

„Kurier“: Das Spiel gegen Südkorea wird eingehen in die deutsche Sport-Historie als die Schande von Kasan. 0:2. Kraftlos, mutlos, planlos, verunsichert, lethargisch. Wer hätte gedacht, dass die im Vorfeld der WM in Russland so hoch gehandelte und im Vorjahr nach dem Sieg im Confed-Cup und dem gleichzeitigen Triumph bei der Unter21-WM für fast unschlagbar gehaltene deutsche Auswahl alle deutschen Tugenden vermissen lassen würde?“

„Der Standard“: „Ausgeweltmeistert. Der Titelverteidiger muss nach einer blutleeren Vorstellung die Heimreise antreten.“

„Kleine Zeitung“: „Der gerupfte Weltmeister. Nun hat die Weltmeisterschaft ihren Titelverteidiger und das Turnier einen Publikumsmagneten verloren. Letzteres ist global zu verstehen. Die einen wollten sie siegen sehen, die anderen wünschten sich die Deutschen jenseits von Russland. Letztere wurden nun erhört, auf ebenso unglaubliche wie unerwartete Weise. Die WM beklagt einen Verlust. Ob sie darunter leidet, wird sich weisen.“

„Kronen-Zeitung“: „Die größte Blamage aller Zeiten für Deutschland. "Wir schaffen das!" Drei Worte, die noch vor zehn Tagen für Deutschlands Fußballer nach dem 0:1-Fehlstart gegen Mexiko zum WM-Leitspruch geworden waren. Seit gestern weiß die ganze Fußball-Welt: die Weltmeister von 2014, die Jungs von Langzeit-Trainer Joachim Löw haben es NICHT geschafft.“

SPANIEN:

„El Mundo“: „Der Fußball wird sich für immer an diesen Tag erinnern. Deutschland, der große Weltmeister, so oft in der Lage, sich von den Toten zu erheben, um uns daran zu erinnern, dass es in diesem Sport egal, was passierte, immer gewann, vollführte in Russland - welch eine Ironie - einen der erschütterndsten Abstürze der Geschichte. Die ständigen Wechsel von Löw während der Vorrunde waren weit davon entfernt, die Mannschaft zu stabilisieren und verwandelten sie in eine Karikatur.“

„La Vanguardia“: „Der amtierende Weltmeister Deutschlands erlitt einen historischen Zusammenbruch bei dieser WM in Russland. Der Weg Deutschlands schien seit geraumer Zeit die Chronik eines angekündigten Todes. Seit den Freundschaftsspielen sah man die Mannschaft nicht mehr, die vor vier Jahren Brasilien auf historische Art gedemütigt hatte.“

PORTUGAL

„Público“: „Das elende Schicksal des Weltmeisters. Es ist ein 'Auf Wiedersehen' für den Weltmeister, das sich bereits in der Niederlage gegen Mexiko erahnen ließ, das aber mit jenem rettenden Tor von Toni Kroos gegen Schweden in der Schublade verschwunden war. Dieses Mal scheiterte die ganze 'Mannschaft'.“

„Diário de Noticias“: „Und schon sind es zehn: Wer den Confederation Cup gewinnt, siegt nicht bei der Weltmeisterschaft.(...) Der Fluch des Confederation Cup bleibt ungebrochen und macht aus Deutschland sein neues Opfer.“

„Expresso“: „Deutschland hatte in dieser Weltmeisterschaft eine makellose Uniform, mit der es die Elf von 1990 würdigte, den Weltmeister von Italien. (...) 28 Jahre später, in einem schönen Grün (...) und Özil, Reus, Müller, Werner und Gomez auf dem Feld, übersteht Deutschland die erste Phase des Turniers nicht. Das ist etwas, das nur einmal geschah, 1938.“

SERBIEN:

„Kurir“: „Auf geht's nach Hause, Ihr Deutschen! Und nehmt auch den (deutschen Schiedsrichter Felix) Brych mit.“

„Sport24“: „Auf Wiedersehen!“

BRASILIEN:

„Folha de S. Paulo“: „Die Starrsinnigkeit des Trainers und schwache Veteranen führen Deutschland zum WM-Fiasko. Löw lehnte Änderungen in der Mannschaft nach der „Gelben Karte“ in den Freundschaftsspielen ab.“

CHINA:

„Tencent Sport“: „Der Grund für das Ausscheiden war, dass das deutsche Team die zwei magischen Waffen des "deutschen Fußballs" aufgegeben hat: Wissenschaftliche Vorbereitung und kraftvollen Kämpfergeist. Durchweg in dem Wettbewerb machte die deutsche Mannschaft den Eindruck, als wenn sie "überhaupt nicht Deutsch war".“

TSCHECHIEN:

„Pravo“ (online): „Deutschland hat für die größte Sensation der Weltmeisterschaft gesorgt. Die Mannschaft verlor gegen Südkorea 0:2 und belegt in der Gruppe F den letzten Rang. Die Deutschen hatten sich ihre Lage mit der anfänglichen Niederlage gegen Mexiko verkompliziert - und haben die Schande nun noch um eine Stufe größer gemacht.“

„MF Dnes“ (online): „Auf Wiedersehen, Champions!“

„iSport.cz“: „Das Auftreten Deutschlands bei der Fußball-WM in Russland ist eine große Enttäuschung. Bei keinem der Spiele hatte man das Gefühl, dass dies ein Team ist, das zum Titelgewinn ansetzt. Ist nun die Zeit für eine gründliche Inventur des Kaders und seine Erneuerung gekommen? Das ist gut möglich. Junge, angriffslustige, schnelle und nach Erfolg durstende Spieler können Deutschland zurück an die Spitze führen. Es gibt sie. Julian Brandt zeigte eine solide Leistung im Rahmen der Möglichkeiten. Einer der wichtigsten Spieler der Mannschaft dürfte in Zukunft Leroy Sané werden. Der Nachwuchsstar wird zeigen können, was in ihm steckt. Deutschland muss sich um seine Zukunft keine Sorgen machen.“

UNGARN:

„index.hu“: „Innerhalb eines Jahres ist die deutsche Top-Mannschaft zerfallen.“

„444.hu“: „Bei den Deutschen war nicht nur kein Siegeswille zu verspüren, sondern überhaupt kein Wille.“

SCHWEDEN:

„Svenska Dagbladet“: „Größte Scham in der deutschen WM-Geschichte.“

USA:

„New York Times“: „Die beim WM-Sieg 2014 reibungslos laufende Punkte-Maschine Deutschland muss offenbar überholt werden. Deutschland hat, wie sich herausstellt, nicht immer eine Lösung, worüber (Toni) Kroos und seine Teamkollegen nun vier Jahre lang nachdenken können.“

„Washington Post“: „Die Deutschen sind mit einer der Realität trotzenden 0:2-Niederlage gegen Südkorea aus Russland gestürzt. Zum vierten Mal in den vergangenen fünf Weltmeisterschaften wird der Titelverteidiger es nicht aus der Gruppenphase schaffen. Die totale Seltsamkeit der Aktion vom Mittwoch wird von der Tatsache gedeckelt, dass Deutschland ein Weiterkommen in keiner Weise verdiente.“

„Wall Street Journal“: „Zum ersten Mal seit 1950 werden die späteren Phasen des wichtigsten Turniers in diesem Sport ohne das verlässlichste Team in diesem Sport ablaufen. Deutschland musste lediglich ein bereits ausgeschaltetes südkoreanisches Team besiegen. In diesem Moment tat Deutschland etwas äußerst un-deutsches: es geriet in Panik.“

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