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Sandro Wagner Wagner tritt zurück

Das WM-Aus hat Sandro Wagner tief getroffen. Kurz nach der Entscheidung von Bundestrainer Löw zieht der Bayern-Stürmer Konsequenzen.

17.05.2018 05:52
Sandro Wagner
Sandro Wagner tritt aus der Nationalmannschaft zurück. Foto: Andreas Gebert (dpa)

Nach seiner Nicht-Nominierung für die Fußball-Weltmeisterschaft tritt Bayern-Torjäger Sandro Wagner mit sofortiger Wirkung aus der Nationalmannschaft zurück. Dies sagte der 30-Jährige der „Bild“-Zeitung.

„Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse.“

Der Profi von Meister FC Bayern München war von Bundestrainer Joachim Löw nicht in das 27 Spieler umfassende vorläufige Aufgebot für das Turnier vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland berufen worden. Statt ihm wurden als Mittelstürmer Timo Werner (Red Bull Leipzig), Mario Gomez (VFB Stuttgart) und Nils Petersen (FC Freiburg) nominiert.

Wagner absolvierte acht Spiele für die Nationalmannschaft und schoss fünf Tore. Er hatte sich große Hoffnungen gemacht, mit nach Russland zu reisen. Zur Halbserie war er von der 1899 Hoffenheim zum FC Bayern München gewechselt, um seine Chancen zu erhöhen. In der zurückliegenden Bundesliga-Saison schoss er 12 Tore. Petersen war mit 15 Toren zweitbester Torjäger hinter Torschützenkönig Robert Lewandowski. Der Olympia-Zweite von Rio 2016 hat bislang kein Länderspiel für die A-Auswahl bestritten.

Zu seiner Nicht-Nominierung sagte Wagner der „Bild“: „Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht enttäuscht bin. Die WM wäre eine tolle Sache gewesen.“ Er fügte an: „Ernst nehmen kann ich das natürlich nicht, aber wie ich schon oft gesagt habe, gibt es weitaus wichtigere Dinge im Leben außer Fußball.“ Wagner betonte zugleich: „Meinen Jungs wünsche ich nur das Beste in Russland und hoffe, dass sie als Weltmeister zurückkommen.“

Löw hatte zur Nicht-Nominierung Wagners und des Dortmunders Mario Götze gesagt: „Ich hoffe, dass er wiederkommt. Es tut mir für ihn persönlich leid. Das Gleiche gilt für Sandro Wagner. Da haben Kleinigkeiten entschieden.“ (dpa)

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