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Nationalmannschaft Joachim Löws Logik

Der Neubeginn der Nationalelf ist mit einer Prise Demut versehen. Die Rückbesinnung auf eine Viererkette erweist sich als Weckruf für die Aufbruchsstimmung.

Deutschland - Frankreich
Nicht glänzend, aber sehr solide gespielt: Toni Kroos (vorne) und Mats Hummels hat’s offenbar gefallen. Foto: dpa

Sie nicht mit der Drucksituation gegen den Weltmeister in einem neuen Wettbewerbsformat zu konfrontieren war genauso richtig wie die Reminiszenz an die „Ochsen-Abwehr“ der WM 2014. In Brasilien hatten Shkodran Mustafi und Benedikt Höwedes die Viererkette mit dem Bayern-Block Boateng und Hummels komplettiert, ehe Mustafis Verletzung im Achtelfinale gegen Algerien den Bundestrainer zu seinem Glück zwang, Philipp Lahm wieder aus dem defensiven Mittelfeld auf die angestammte Position des rechten Verteidigers zurück zu beordern.

Diesmal ging die Löw-Rochade genau anders herum: Weil Joshua Kimmich als spielintelligente Absicherung im defensiven Mittelfeld benötigt wurde („war für mich schon ein Gedanke nach der WM, weil wir im taktischen Bereich Maßnahmen ergreifen mussten“) und Jonas Hector sich nicht gut genug fühlte, rückten Matthias Ginter und Antonio Rüdiger auf die Außenbahnen. Einzige Aufgaben: den Laden hinten dicht halten. 

Dass deren Vorstöße über die Mittellinie teilweise so plump aussahen wie die Anmachversuche der meisten Oktoberfestbesucher, stand auf einem anderen Blatt. „Immer und dauerhaft wird das nicht der Fall sein“, beruhigte Löw. Wohl wissend, dass das Publikum anderswo schon bald eine andere Erwartungshaltung gegenüber seiner Mannschaft aufbringt.

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