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Modus, Prämien und TV Das Wichtigste zur neuen Nations League

Titel oder Abstieg: In der neu eingeführten Nations League steht für die besten europäischen Nationalteams einiges auf dem Spiel. Der Modus klingt kompliziert, ist aber eigentlich überschaubar. Neben einer neuen Trophäe geht es auch um reichlich Geld.

04.09.2018 10:28
Von Florian Lütticke und Arne Richter, dpa
Nations League
Das Logo der neuen Nations League. Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE

Die neue Nations League beschert den Fans direkt zum Auftakt gleich mehrere Klassiker: Deutschland gegen Frankreich, England gegen Spanien, Portugal gegen Italien:

Am ersten Doppel-Spieltag geht es für Europas Fußball-Großmächte in direkten Duellen um den Anlauf zum Premieren-Titel - und schon gegen den Abstieg aus Europas Elite-Divison. Mit dem ersten neu eingeführten Wettbewerb für Nationalmannschaften auf europäischer Ebene seit der EM 1960 wird die Zahl der bedeutungslosen Freundschaftsspiele verringert.

Das Wichtigste zur Nations League im Überblick:

Wie funktioniert die Nations League?

Die Nations League ist in vier Ligen unterteilt, in der Liga A treffen die bestplatzierten Teams der europäischen Rangliste aufeinander. In jeder Liga gibt es noch vier Gruppen. In der höchsten Liga sind unter anderen Deutschland, Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal dabei.

Worum geht es in den Gruppen?

Sollte beispielsweise die deutsche Mannschaft ihre Gruppe 1 gegen Frankreich und die Niederlande in Hin- und Rückspielen als Sieger abschließen, spielt sie in der Endrunde den Nations-League-Titel gegen die anderen topplatzierten Teams aus der A-Liga aus. Als Gruppendritter würde das DFB-Team aber bei der nächsten Auflage der Nations League nur noch in Liga B antreten. Alle schlechtesten Teams jeder Gruppe in den Ligen A bis C steigen ab, die Gruppensieger der Ligen B bis D steigen in die nächsthöhere Liga auf.

Wo findet die Endrunde statt?

Voraussichtlich in Italien, Polen oder Portugal. Diese drei Verbände haben sich beworben, eine Entscheidung fällt das UEFA-Exekutivkomitee im Dezember 2018. Die Halbfinals werden am 5./6. Juni gespielt, das Spiel um Platz drei und das Finale folgen am 9. Juni.

Welchen Einfluss hat die Nations League auf die EM 2020?

Vier der insgesamt 24 Startplätze für die EM werden über den neuen Wettbewerb vergeben. Die vier Gruppensieger aus den vier Ligen spielen in Playoffs jeweils untereinander mit Halbfinals und Finale einen EM-Startplatz aus. Sollten die Gruppensieger sich bereits über die reguläre Qualifikation für die EM qualifiziert haben, rückt das jeweils nächstbeste Team in die Playoffs nach. Sollten alle Teams in einer Liga schon das Ticket für die Euro 2020 haben, rückt die beste nicht-qualifizierte Mannschaft aus der nächsttieferen Liga nach.

Gibt es nun gar keine Freundschaftsspiele mehr?

Doch. In Gruppen die aus drei Teams bestehen, trägt jeweils eine Mannschaft pro Spieltag kein Duell in der Nations League aus. So gibt es in den kommenden Tagen beispielsweise die Testspiele Portugal gegen Kroatien, Deutschland gegen Peru und England gegen Schweiz.

Wie hoch sind die Prämien für den Sieger der Nations League?

Insgesamt schüttet die Europäische Fußball-Union UEFA 76,25 Millionen Euro an sogenannten Solidaritäts- und Bonuszahlungen an die 55 teilnehmenden Nationen aus. In der höchsten Liga gibt es ein Antrittsgeld von 1,5 Millionen Euro pro Mannschaft. Die Gruppenersten streichen noch einmal 1,5 Millionen ein, der Gesamtsieger erhält in der Liga A 4,5 Millionen Euro. Damit kann ein Team maximal 7,5 Millionen Euro erhalten, in der untersten Liga sind noch eine halbe Million garantiert.

Wo sind die Spiele zu sehen?

Im Gegensatz zu den deutschen EM-Qualifikationsspielen, für die weiterhin RTL die Rechte besitzt, werden die Partien des Teams von Bundestrainer Joachim Löw im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen. Den Anfang im ersten Spiel gegen Frankreich am Donnerstag macht das ZDF. Das Finale wäre auch ohne deutsche Beteiligung zu sehen. Ausgewählte internationale Spiele gibt es beim kostenpflichtigen Streamingdienst DAZN zu sehen.

(Von Florian Lütticke und Arne Richter, dpa)

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