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Mark Uth „Ich bin nicht der Typ Mario Gomez“

Mark Uth spricht im Interview mit der FR über seine Interpretation als Stürmer und seine Erfahrungen in den Niederlanden.

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Sieht sich als spielenden Stürmer: Mark Uth Foto: afp

Herr Uth, Sie kommen in den Kreis der Nationalmannschaft, ohne in der Bundesliga getroffen zu haben. Ist das nicht eine kuriose Konstellation?
Ich mache mir nicht zu viele Gedanken über meine Situation im Verein. Natürlich stünde ich lieber mit fünf Saisontoren hier. Aber man braucht eben eine gewisse Eingewöhnungszeit. Der Fußball, den wir auf Schalke spielen, ist ein anderer als in Hoffenheim. Ich mache mir keine Gedanken darüber, dass das mit meinen Toren nicht klappt.

Sind Sie überrascht, dass bei der Nationalmannschaft lediglich einmal am Tag trainiert wird?
Nee, nicht unbedingt. Ich habe die ersten zwei Einheiten als weniger entspannend empfunden, es ging mit ordentlichem Tempo zur Sache. Es hat Spaß gemacht.

Immer wieder wird über den klassischen Mittelstürmer diskutiert. Was denken Sie?
Es kommt darauf an, wie man den klassischen Mittelstürmer definiert. Ich denke nicht, dass ich der Typ Mario Gomez bin; einer, für den man lange Bälle nach vorne kloppt, damit der sie festmacht. Ich bin der mitspielende Stürmer. Letztlich brauchen wir halt einen, der die Tore macht.

Sie haben von 2012 bis 2015 für den SC Heerenveen und Heracles Almelo in den Niederlanden gespielt. Wie ist es, nun dorthin zurückzukommen?
Das war eine superschöne und sehr wichtige Zeit für mich, weil ich mich dort gut weiterentwickelt und im Profifußball Fuß gefasst habe.

Die letzten beiden Turniere hat die Elftal verpasst. Kennen Sie die nachwachsende Generation, die es für eine solch stolze Fußballnation besser machen soll?
Die Mannschaft hat sich sehr verjüngt. In der Innenverteidigung, wie alt ist Matthijs de Ligt? 19 oder 20? Das ist für Holland der richtige Weg, und ich glaube schon, dass sie wieder eine Topnation im europäischen Fußball werden können.

In der vergangenen Saison stachen Sie mit 14 Toren und neun Vorlagen heraus. Hatten Sie damit gerechnet, mit zur WM fahren zu dürfen?
Gerechnet damit habe ich sicher nicht, gefreut hätte ich mich trotzdem (lacht). Aber jetzt hat ja geklappt.

Aufgezeichnet: Frank Hellmann

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