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Kader Nationalmannschaft Nur dezent frischer Wind

Drei Neulinge und drei Rückkehrer sind für die anstehenden Länderspiele nominiert.

30.08.2018 07:49
Kehrer
Thilo Kehrer spielt seit Mitte August für PSG. Foto: afp

Ein Radikalumbau sieht anders aus. Joachim Löw gestaltet den Neustart nach dem WM-Debakel ziemlich moderat. Neben den bereits freiwillig zurückgetretenen Mesut Özil und Mario Gomez verzichtet der Bundestrainer für die Länderspiele gegen Frankreich und Peru auf die WM-Fahrer Sami Khedira, Sebastian Rudy, den derzeit verletzten Marvin Plattenhardt sowie Torhüter Kevin Trapp. „Ich habe im Moment gesagt, dass ich ihn nicht nominiere. Die Leistung wird jetzt entscheidend sein“, sagte Löw über Khedira.

Damit stehen im 23-köpfigen Aufgebot noch 17 Spieler, die das historische Vorrunden-Aus mit zu verantworten hatten. Leroy Sané, den Löw kurz vor der WM aus seinem Kader gestrichen hatte, kehrt wie die ebenfalls durch den Rost gefallenen Jonathan Tah und Nils Petersen zurück. Zudem berief der Bundestrainer drei Neulinge, die den DFB bereits aus verschiedenen Nachwuchsteams kennen.

Kai Havertz: Der Offensivmann ist eines der größten Talente im deutschen Fußball. Bereits vor knapp zwei Jahren feierte Havertz im Alter von gerade einmal 17 Jahren und 126 Tagen sein Bundesligadebüt. Seither hat der mittlerweile 19-Jährige 55 Spiele  für Bayer Leverkusen absolviert (7 Tore) – so viele, wie kein anderer in diesem Alter. Vereinstrainer Heiko Herrlich lobt ihn als „das größte Talent, das ich seit Toni Kroos gesehen habe.“ Bereits lange vor der Nominierung durch Löw stand fest: Vor dem Länderspiel gegen Peru in Sinsheim soll Havertz die Fritz-Walter-Medaille als bester deutscher Nachwuchsspieler erhalten. In Leverkusen ist Havertz unumstrittener Stammspieler, beim 0:2 in Mönchengladbach wurde er zuletzt sogar auf der ungewohnten Position im defensiven Mittelfeld eingesetzt. 

Nico Schulz: Das DFB-Trikot kennt Nico Schulz bestens. In den U-Teams spielte er von der U15 bis zur U21 quasi immer, nur den Sprung ins A-Team hatte er noch nicht geschafft. Mit 25 Jahren folgt für den dynamischen Linksverteidiger nun Höhepunkt auf Höhepunkt: Mit der TSG Hoffenheim spielt Schulz ab September in der Champions League. Dazu die Chance in der DFB-Mannschaft, wo der gebürtige Berliner ausgerechnet im TSG-Heimstadion Premiere feiern könnte. Denn falls Schulz beim Duell gegen Frankreich in München nicht spielt, ist für ihn das Debüt gegen Peru in Sinsheim möglich. Bei den Kraichgauern ist der Außenspieler längst gesetzt, wurde dank einer starken Rückrunde zum unumstrittenen Stammspieler.

Thilo Kehrer: Wie schon Manuel Neuer, Joel Matip oder Leroy Sané schaffte auch Thilo Kehrer bei Schalke 04 den Sprung aus der eigenen Nachwuchsabteilung zu den Profis. Der U21-Europameister ist in der Defensive flexibel einsetzbar – als Innenverteidiger, auf den Außen oder gar im defensiven Mittelfeld. Erst Mitte August war der 21-Jährige zu dem von Thomas Tuchel trainierten französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain gewechselt. Mit 37 Millionen Euro Ablöse ist sein Wechsel das zweitteuerste Transfergeschäft in der Geschichte von Schalke 04. Bei seinem Debüt für Paris patzte Kehrer jedoch. Gegen SCO Angers stand er in der Startelf, verursachte früh einen Elfmeter und wurde bereits zur Pause ausgewechselt. (dpa/FR)

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