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WM-Qualifikation Fußballerinnen feiern Kantersieg auf den Färöer Inseln

Die deutschen Fußballspielerinnen fahren nach dem 8:0 auf den Färöer Inseln als Gruppensieger zur WM 2019 nach Frankreich

04.09.2018 19:28
Färöer - Deutschland
Deutschlands Fußball-Frauen feiern den Kantersieg über die Färöer. Foto: Trondur Dalsgard

Horst Hrubesch hat seine Mission WM-Qualifikation mit den deutschen Fußballspielerinnen mit einem 8:0 (3:0) auf den Färöer Inseln erfolgreich zu Ende gebracht. Die Olympiasiegerinnen fahren als Gruppensieger zur Weltmeisterschaft im nächsten Jahr nach Frankreich.

Vor rund 700 Zuschauern im Nationalstadion von Torshavn trafen Lea Schüller (3.), Lina Magull (25.) und Leonie Maier (27.) vor der Pause. Nach dem Wechsel erhöhten Carolin Simon (58., 73.) mit einem Freistoßtreffer und einem Abpraller, erneut Magull (68.) sowie Alexandra Popp (71., 90.+2) ) zum auch in dieser Höhe verdienten Erfolg.

Das Hinspiel hatten die deutschen Frauen 11:0 gewonnen. Hrubesch hatte das Traineramt bei den DFB-Frauen nach der Trennung von Steffi Jones im Frühjahr interimsweise übernommen.

Hrubesch nimmt vier Veränderungen vor

Angesichts der zu erwartenden deutschen Dominanz und leichter körperlicher Probleme hatte Hrubesch gleich vier Veränderungen im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Island am Samstag vorgenommen. Für Kristin Demann, Svenja Huth, Sara Däbritz und Verena Schweers rückten Lena Goeßling, Turid Knaak, Lina Magull und Linda Dallmann in der Startelf. Demann, Huth und Däbritz sahen sich die Partie sogar von der Tribüne an.

Der Sieg der DFB-Frauen geriet bei widrigen Bedingungen mit Regen und zehn Grad nie in Gefahr. Das schnelle Führungstor nach einer schönen Eckball-Variante nahm den Gastgeberinnen jeglichen Mut. Bis zur Pause spielten sich die deutschen Frauen ein Ecken-Verhältnis von 9:0 und 15 Chancen heraus. Womit sich auch das Manko zeigte: Wieder einmal haperte es erheblich bei der Verwertung der Möglichkeiten. Zu viele Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten im Zuspiel und überhastete Abschlussaktionen brachten das Team ein ums andere Mal um den Lohn der Bemühungen.

Gefährlich wurde es immer dann, wenn direkt kombiniert wurde. So wie beim 2:0 und 3:0. Pech hatte Popp. Die Wolfsburgerin traf nach neun Minuten nur den Pfosten. Danach lief das Spiel bis zum Seitenwechsel weitgehend an der Angreiferin vorbei.

Nach der Pause brachte Hrubesch mit Schweers für Schüller und Nicole Rolser für Knaak zwei neue Angreiferinnen. Die 26 Jahre alte Rolser vom FC Bayern gab dabei ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft und führte sich gut ein. Unter anderen leitete sie mit einem klugen Zuspiel das 6:0 von Popp ein, die damit ihr 42. Länderspieltor markierte. Nach einem weiteren Magull-Treffer erzielte Popp ihren 43. Treffer im Nationaltrikot.

Die Färöer fanden offensiv kaum statt. Torfrau Almuth Schult musste nicht einmal eingreifen, hatte bei Rückgaben fünfmal den Ball am Fuß. Der 81. der Weltrangliste nahm erstmals an einer WM-Qualifikation teil.

Martina Voss-Tecklenburg muss nachsitzen

Indes wird Martina Voss-Tecklenburg erst zum 1. Januar Bundestrainerin der deutschen Fußball-Frauen. Für den DFB bedeutet das, dass Hrubesch seine Trainertätigkeit noch ein paar Monate fortsetzen darf. Das von Voss-Tecklenburg trainierte Schweizer Frauen-Nationalteam muss in der WM-Qualifikation nachsitzen und versuchen, im Playoff das Ticket zur WM 2019 in Frankreich zu lösen. In Mielic kam die Schweiz gegen Polen nicht über ein 0:0 hinaus. Da Konkurrent Schottland gegen Albanien mit 2:1 (1:1) gewann, zogen die Schottinnen in der Tabelle der Gruppe 2 an der Schweiz vorbei.

Der DFB hatte drei Termine im Oktober und November für ein eventuelles Playoff vorgesehen. Diese Termine in Osnabrück, Essen und Erfurt werden nun für Freundschaftsspiele genutzt. Die Gegner stehen noch nicht fest. (Von Gerald Fritsche, dpa)

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