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Huth sichert 2:0 auf Island DFB-Frauen auf direktem WM-Kurs

Große Erleichterung bei den DFB-Frauen: Nach dem 2:0-Sieg auf Island fehlt der Hrubesch-Elf nur noch ein kleiner Schritt zur direkten Qualifikation für die Endrunde in Frankreich 2019. Matchwinnerin war die zweifache Torschützin Svenja Huth.

01.09.2018 19:28
Von Ulli Brünger, dpa
Torjubel der deutschen Damen
Svenja Huth (hinten 2.v.r.) bejubelt das Tor zum 1:0 mit Teamkollegin Lea Schüller (r). Foto: Brynjar Gunnarsson

Die deutschen Fußballerinnen haben wieder direkten Kurs auf die Frauen-Weltmeisterschaft in Frankreich 2019 genommen.

Die Mannschaft von Bundestrainer Horst Hrubesch gewann das wohl vorentscheidende WM-Qualifikationsspiel auf Island mit 2:0 (1:0) und eroberte die Tabellenführung in der Gruppe 5 zurück.

Svenja Huth (42./74. Minute) von Turbine Potsdam sorgte mit ihren Länderspieltreffern fünf und sechs vor 15 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Laugardalsvöllur von Reykjavik für große Erleichterung im DFB-Lager.

„Gezittert habe ich eigentlich nicht. Wir wollten das Spiel gewinnen und zur WM. Jetzt haben wir alles selbst in der Hand und werden uns das nicht mehr nehmen lassen“, sagte Hrubesch. Und Doppel-Torschützin Huth strahlte: „Es war sehr wichtig, dass wir die drei Punkte holen. Jetzt sind wir überglücklich.“

Deutschland (18 Punkte) kann sich am letzten Spieltag am kommenden Dienstag (17.00 Uhr) auf den Färöer endgültig den Gruppensieg sichern und so das WM-Ticket im kommenden Sommer direkt lösen. Verfolger Island (16) spielt gleichzeitig gegen Tschechien. Nur die sieben Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde im kommenden Jahr. Die vier besten Zweiten müssen in Playoff-Spielen um das letzte europäische Ticket kämpfen.

Hrubesch musste einige Stammkräfte ersetzen, darunter Abwehrchefin Babett Peter und Spielführerin Dzsenifer Marozsan. Im Defensivzentrum vertraute der Coach Sara Doorsoun und Kristin Demann. In der Mittelfeldzentrale zog vor den Augen von DFB-Präsident Reinhard Grindel das Münchner Duo mit Sara Däbritz und Melanie Leupolz die Fäden.

Die deutsche Elf hatte sich durch die bittere 2:3-Heimpleite gegen Island im vergangenen Oktober selbst in die schwierige Lage gebracht und war von Anfang an bemüht, die Scharte wieder auszuwetzen. Nach verhaltener Anfangsphase übernahm der zweimalige Weltmeister das Kommando und drängte das Team um die Wolfsburgerin Sara Bjork Gunnarsdottir in die eigene Hälfte. Schon in der 12. Minute hätte Däbritz fast die Führung erzielt, doch ihr Distanzschuss klatschte bei böigem Wind an die Latte. „Es war nicht einfach bei den Bedingungen. Aber unsere Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt“, befand der 67 Jahre alte Coach.

Bereits mit Maiers Versuch (34.) hatte Torhüterin Gudbjörg Gunnarsdottir einige Mühe, ehe sie kurz vor der Pause patzte. Einen Aufsetzer von Leupolz konnte die Torfrau nur nach vorn abklatschten, und Huth war per Abstauber zur Stelle. Alexandra Popp hätte per Kopf sogar noch auf 2:0 erhöhen können. „Die Führung kam zum richtigen Zeitpunkt kurz vor der Pause. Das Tor lässt uns ruhiger in die zweite Hälfte gehen“, sagte Grindel zur Halbzeit.

Nach dem Wechsel blieb der Olympiasieger das spielerisch bessere und dominante Team, konnte die Überlegenheit und Chancen aber zunächst nicht in weitere Tore ummünzen. Glück hatte Torhüterin Almuth Schult, als ein Schuss von Fanndis Fridriksdottir (57.) knapp am Pfosten vorbeistrich. So musste das deutsche Team noch zittern, ehe Huth mit ihrem zweiten Treffer den eminent wichtigen Erfolg besiegelte.

(Von Ulli Brünger, dpa)

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