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Kölner Torjäger „Großes Lob“: Terodde trotz Pokal-Viererpack bescheiden

Zweimal war Simon Terodde in seiner Karriere bereits Torschützenkönig der 2. Liga. Diese Saison kommt er im Alltag beim Aufstiegsfavoriten aus Köln noch nicht zum Zug. Da kommt das Viererpack-Ausrufezeichen und ein „besonderes Spiel“ gerade recht.

20.08.2018 11:28
Von Florian Lütticke, dpa
Simon Terodde
Nach seinen vier Pokaltreffern bedankt sich Simon Terodde bei den Kölner Fans. Foto: Annegret Hilse

Vor dem Auslaufen im Olympiastadion wollte Simon Terodde unbedingt noch seine Trophäe für den Spieler des Spiels in der Kabine in Sicherheit bringen.

Nach einer Torflaute von mehr als einem halben Jahr setzte der Stürmer mit seinem Viererpack in der ersten DFB-Pokalrunde beim BFC Dynamo ein starkes Zeichen im offensiven Konkurrenzkampf des 1. FC Köln. „Wenn man einen Spieler wie Simon in den Reihen hat, der mit seiner individuellen Klasse einen Hattrick macht, dann muss man ihm einfach ein großes Lob aussprechen, was er da veranstaltet hat“, schwärmte Mitspieler Dominick Drexler nach dem 9:1 in Berlin.

In den ersten beiden Saisonspielen der 2. Bundesliga musste Terodde beim Absteiger zunächst noch zuschauen, wurde nur einmal für Jhon Cordoba eingewechselt. Nun war ihm die Erleichterung angesichts seiner langen Durststrecke beim Jubeln deutlich anzusehen. Traditionell feiert der zweimalige Zweitliga-Torschützenkönig seine Treffer mit der flachen Hand an der Stirn - einem Gruß an seine Familie.

Trotz seines Hattricks in der ersten Halbzeit und dem 8:1 hätte Terodde gut und gerne auch das halbe Dutzend selber vollmachen können. „Das sind besondere Spiele“, sagte der 30-Jährige nach dem zweithöchsten Pokalsieg der Kölner Vereinsgeschichte und meinte bescheiden: „Als Stürmer bin ich dafür da, die Dinger zu verwerten. Wir haben eine sehr hohe Qualität im Kader, gerade in der Offensive.“

Diese durchgehend außerordentlichen Fähigkeiten machen die Kölner neben dem Hamburger SV auch zum Aufstiegsfavoriten Nummer eins. Deshalb wehrte sich Kölns Trainer Markus Anfang dagegen, dass er gegen den Berliner Viertligisten im Pokal Terodde als einem Vertreter der zweiten Reihe eine Chance gegeben habe.

„Jeder aus dem Kader hat die Berechtigung zu spielen“, betonte der Coach. „Alle Spieler, die reinkommen, haben die Qualität, dem 1. FC Köln weiterzuhelfen. Simon war jetzt an der Reihe. Wir freuen uns, dass er Erfolgserlebnisse hat, aber es geht um die Mannschaft.“

Gegen Erzgebirge Aue muss der FC nun am Samstag erneut unter Beweis stellen, dass er die notwendigen Mittel gegen spielerisch unterlegene Teams besitzt. „Wir müssen weiter dominant auftreten“, forderte Terodde für den weiteren Saisonverlauf.

(Von Florian Lütticke, dpa)

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