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DFB-Pokal Leverkusen gewinnt erst in der Verlängerung

Der Einstand von Heiko Herrlich in Leverkusen ist gerade noch geglückt. Erst in der Verlängerung setzt sich der ambitionierte Bundesligist gegen den Drittligisten Karlsruher SC durch.

11.08.2017 23:25
Von Kristina Puck und Nils B. Bohl, dpa
Karlsruher SC - Bayer 04 Leverkusen
Der Leverkusener Dominik Kohr (2.v.l) erlöste die Werkself mit seinem Tor zum 1:0 in der Verlängerung. Foto: Uli Deck

Bayer Leverkusen hat bei der Pflichtspiel-Premiere des neuen Trainers Heiko Herrlich nach einem intensiven Pokal-Abend nur knapp eine Blamage abgewendet.

Die Werkself zog dank des 3:0 (0:0) nach Verlängerung beim tapfer kämpfenden Drittligisten Karlsruher SC in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Eine Woche vor dem Liga-Auftakt beim Rekordmeister FC Bayern München sorgten Dominik Kohr (93. Minute), Joel Pohjanpalo (99.) und Leon Patrick Bailey (105.) für Erleichterung und Freude beim früheren Torjäger Herrlich und bei Leverkusen.

Vor 17 073 Zuschauern im Wildpark-Stadion tat sich der Favorit bei der ersten Pflichtaufgabe nach der schwachen Vorsaison schwer. Erst in der Verlängerung machte sich die Erfahrung der Bayer-Profis bezahlt, die mit schnellen Treffern die Badener im strömenden Regen überrumpelten und erst dann für ein standesgemäßes Ergebnis sorgten. In den torlosen 90 Minuten zuvor waren die Leverkusener im Angriff zu wenig effizient aufgetreten.

Für den KSC blieb die erhoffte Überraschung samt finanzieller Mehreinnahmen aus. Mit dem bislang besten Saison-Auftritt sammelte der Zweitliga-Absteiger dennoch Mut nach dem Stolperstart in der 3. Liga. Im Pokal wartet der einstige Erstligist seit 2014 darauf, wieder in die zweite Runde einzuziehen.

Ohne den verletzten Lars Bender war der Favorit das über weite Strecken feldüberlegene Team, scheiterte aber im Abschluss. Schon in der zweiten Minute rannte Nationalstürmer Karim Bellarabi bedrängt von Verteidiger Martin Stoll gefährlich aufs KSC-Tor zu, sein Schuss flog ebenso vorbei wie die Versuche von Kai Havertz (17.), Jonathan Tah (19.) und Dominik Kohr kurz vor dem Pausenpfiff.

„Das Weiterkommen ist unser absolutes Ziel. Es gibt keine zweite Chance“, hatte der 45 Jahre alte Herrlich gesagt und gewarnt: „Wenn man da ein bisschen nachlässig ist, kann es ein böses Erwachen geben.“ Der neue Coach war von Sportchef Rudi Völler geholt worden, um die Rheinländer nach einer schwachen Vorsaison in den Europapokal zu führen. In der ersten Pokal-Begegnung der Rheinländer mit den Badenern wurde ein Zweiklassen-Unterschied lange nicht deutlich, das böse Erwachen blieb aber aus. KSC-Angreifer Oskar Zawada prüfte Keeper Bernd Leno, der stark reagierte (13.). Alexander Siebecks Abschluss nach einer guten halben Stunde war zu harmlos.

Auch nach dem Seitenwechsel gelang dem Bundesligisten zu wenig im Angriff. Herrlichs Profis fehlte die Präzision, die Aktionen waren nicht zwingend genug. Die Gastgeber verteidigten aufmerksam und aufopferungsvoll - und kämpften. Gefährliche Chancen blieben in der zweiten Halbzeit lange aus, bis Bayer-Stürmer Kevin Volland frei vor KSC-Torhüter Benjamin Uphoff verzog (78. Minute). Nach dem ersten frühen Gegentor in der Verlängerung nach einem Standard von Julian Brandt waren die Karlsruher jedoch geschlagen. (dpa) 

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