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Darmstadt 98 im DFB-Pokal Lilien siegen durch Elfmetertor

Dank eines frühen Elfmetertores setzt sich Darmstadt 98 mit 1:0 beim 1. FC Magdeburg durch.

1. FC Magdeburg - SV Darmstadt 98
Tobias Kempe tritt zum Elfmeter an und verwandelt ihn - das Siegtor für Darmstadt. Foto: dpa

Der Fußball ist bekannt dafür, dass er sich gerne selbst zitiert, auch im ganz Neuen taucht sehr verlässlich etwas altes auf. Der 1. FC Magdeburg spielt gegen den SV Darmstadt 98, zum allerersten Mal in der Geschichte des Sports? Hervorgekramt werden Bilder, die den 20-jährigen Dirk Schuster zeigen, der Ende der Achtziger für die Magdeburger spielte; lange Haare, Schnauzbart, ernster Blick. Wesentlich glücklicher sah Schuster, heute 50 und Trainer des Zweitligisten Darmstadt, am späten Freitagabend aus in Magdeburg. Grund: Seine Lilien haben sich in die zweite DFB-Pokalrunde gekämpft. Beim Aufsteiger und Ligakonkurrenten siegte der SVD letztlich verdient mit 1:0 (1:0).

Im Vorfeld des Spiels hatte Schuster angekündigt, personelle Änderungen vorzunehmen. Es gehe darum, nach der 0:2-Niederlage beim FC St. Pauli „den einen oder anderen Reiz zu setzen“, erklärte er. Das sah in der Umsetzung dann so aus, dass der offensive Mittelfeldspieler Marvin Mehlem neu ins Team kam, Tobias Kempe wich im Zentrum auf die Doppelsechs neben Slobodan Medojevic aus, Yannick Stark blieb nur die Ersatzbank. Außerdem durfte Immanuel Höhn für Sandro Sirigu Rechtsverteidiger spielen, aber den ersten Reiz, und das sehr früh, setzte tatsächlich der 21-jährige Mehlem, und für die Hausherren war er ein Schock, dieser Reiz.

Eine gute Minute war gespielt, da erreichte der 1,74-Meter große Techniker einen Flugball – und wurde jäh im Sechzehner über den Haufen gerannt. Kempe verwandelte den berechtigten Strafstoß sicher.

Magdeburg machte Druck

Die Darmstädter wussten, dass es ein schweres Spiel werden würden. Nicht nur, weil die Magdeburger im Vorjahr noch als Drittligist den Bundesligisten FC Augsburg rausgeschmissen hatten in der ersten Runde, sondern auch, weil die Lilien selbst zur gleichen Zeit am damaligen Zweitligaaufsteiger Jahn Regensburg gescheitert waren (1:3). Und nach der frühen Führung sah es zwischenzeitlich so aus, als könnten es erneut eng werden für die Südhessen. Magdeburg machte Druck, Darmstadt fand im Spielaufbau keine Lösungen und schwamm in der Defensive; FCM-Stürmer Christian Beck (23., 33.) und Björn Rother (32.) verpassten bei guten Chancen den Ausgleich.

Im zweiten Durchgang gaben die Lilien ihre Angsthasenhaltung auf, was auch an einigen sehr ernsten Schuster-Blicken in der Halbzeitpause gelegen haben mag. Kempe verpasste mit einem selbst kreierten Volleyschuss knapp das 2:0 für nun wesentlich engagiertere, offensivere Gäste (57.), die auch in der Folge die Suche nach dem zweiten Tor nicht aufgaben, es allerdings nicht fanden.

Magdeburg entdeckte seinen Angriff erst spät wieder, aber nachdem der eingewechselte Marcel Costly das SVD-Tor nur um Zentimeter verfehlte (74.), rafften sich die Elbstädter zu einer Schlussoffensive auf. Beste Chance: Christopher Handke, der bei einer Ecke vorbeiköpfte (88.). Darmstadt zitterte kurz – und rettete sich in die nächste Runde.

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