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Confed Cup Schnell aber harmlos

Der Australier Mathew Leckie traut sich was. Gegen Deutschland rechnen sich die Australier beim Confed Cup durchaus Chancen aus.

Mathew Leckie
Will gegen Deutschland jubeln: Mathew Leckie. Foto: dpa

Es ist ja nicht so, dass der Linksaußen Mathew Leckie noch nie ein Tor erzielt hätte. In der vorvergangenen Saison etwa hat er erstaunliche drei Treffer erzielt für den FC Ingolstadt, die Schanzer sind wegen dieser Ausbeute überraschend in der Liga geblieben. Auch beim FSV Frankfurt war der Australier durchaus nicht ganz ungefährlich unterwegs, in 63 Pflichtspielen hat er 17 Buden gemacht, das ist ganz ordentlich. Nur in der letzten Saison hat er Fahrkarten geschossen, und das als Stürmer.

Das ist in sofern bemerkenswert, weil der Angreifer Leckie in Ingolstadt fester Bestandteil der Mannschaft war, ein Stammspieler, der 30 Bundesligaspiele bestritt und fast immer in der Startelf stand. Und die vier Spiele nur wegen einer Rotsperre (nach einem Platzverweis in Frankfurt), einer Gelb-Roten Karte und einer Prellung fehlte. Aber im vergangenen Jahr wollte es mit dem Toreschießen einfach nicht klappen, da mochte der Wirbelwind noch so viel unterwegs sein. Auch wegen seiner ausbleibenen Tore stieg Ingolstadt am Ende ab.

Mathew Leckie freilich hat das nicht geschadet, er bleibt erstklassig. Für etwa drei Millionen Euro hat Hertha BSC den 26-Jährigen verpflichtet. Einen schnellen Außen hatte Trainer Pal Dardai gesucht. Und schnell ist Leckie, das ganz bestimmt, in der vorvergangenen Saison war er der schnellste Sprinter aller Bundesligaprofis, mit einem Spitzenwert von 35,26 km/h.


Und diese Schnelligkeit will er auch heute gegen Deutschland in die Waagschale werfen. Denn der gebürtige Melbourner, der auch zwei Jahre bei Borussia Mönchengladbach gespielt hat, hat einen kühnen Traum: „Ich bin von der Idee besessen, nach Deutschland zurückzukehren und sagen zu können: Wir haben sie geschlagen“, berichtet der Bundesliga-Profi, der bislang 41 Mal für den Asienmeister von 2015 gespielt hat (und dabei fünf Tore erzielte). Die Deutschen „haben nicht ihr bestes Team dabei. Wenn wir unsere beste Leistung zeigen und die kleinen Fehler abstellen, haben wir eine Chance.“

Eine mutige Aussage, zumal die Generalprobe für den Confed-Cup und die Partie gegen die DFB-Elf ziemlich in die Hose gegangen ist. Im letzten Testspiel in Melbourne unterlag Australien, Nummer 48 in der Welt, Brasilien sang- und klanglos mit 0:4, die Aussies kassierten das erste Tor bereits nach zehn Sekunden. Mathew Leckie spielte von Anfang an. Ein Tor gelang ihm nicht. Wie so oft. (mit sid )

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Confederations Cup

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