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1. FC Kaiserslautern Der Betze braucht das Wunder

Der einst so ruhmreiche 1. FC Kaiserslautern geht als Tabellenletzter in die zweite Saisonhälfte der 2. Fußball-Bundesliga. Noch ruht die Hoffnung auf neuen Spielern.

18.01.2018 12:20
1. FC Kaiserslautern - Fans
Geben die Hoffnung nicht auf: Fans des 1. FC Kaiserslautern Foto: dpa

Der 1. FC Kaiserslautern steht vor der wohl schwersten Aufgabe seiner Vereinsgeschichte. Der Tabellenletzte hat in der 2. Fußball-Bundesliga bereits zehn Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Die Hypothek von nur zwölf Punkten aus den ersten 18 Saisonspielen wiegt schwer. Es braucht auf dem Betzenberg wohl schon ein kleines Fußballwunder, um den viermaligen deutschen Meister vor dem erstmaligen Absturz in die Drittklassigkeit zu bewahren. Am kommenden Mittwoch starten die Pfälzer beim SV Darmstadt 98 in die zweite Saisonhälfte. Es ist bereits so etwas wie ein Endspiel für den FCK. Denn die „Lilien“ stehen mit aktuell sieben Punkten Vorsprung auf dem Relegationsplatz.

Immerhin: Ein erfahrener Mann glaubt noch an die Rettung des Vereins. „Ich will der Mannschaft helfen, das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Das wird ein hartes Stück Arbeit, aber ich bin überzeugt davon, dass wir das schaffen können. Sonst wäre ich nicht hierhergekommen“, sagte der 33 Jahre alte Neuzugang Jan-Ingwer Callsen-Bracker, der in dieser Woche auf Leihbasis vom FC Augsburg kam.

Weitere Spieler sollen kommen

Mit ihm und dem lange verletzten Marcel Correia soll die Abwehr des FCK stabiler werden. Beide überzeugten am Mittwoch beim 1:0-Testspiel-Erfolg gegen den dänischen Erstligisten FC Midtjylland. Das Duo harmonierte bereits gut, ging in der Zweikampfführung voran und glänzte auch in der Spieleröffnung. Eine große Baustelle der vergangenen Monate könnte mit der Verpflichtung von Callsen-Bracker also geschlossen worden sein. „Er hat eine gute Ausstrahlung auf dem Feld und hat auch gleich Verantwortung übernommen. Das ist wichtig in unserer Situation“, lobte der Lauterer Sportdirektor Boris Notzon.

Ein defensiver Mittelfeldspieler und ein flexibler Offensivspieler sollen auch noch kommen, denn die Gründe für das schwache Abschneiden in der Hinrunde liegen auf der Hand: Zu einem nicht ausbalancierten Kader, in dem es qualitativ deutliche Mängel gibt, kam in den vergangenen Monaten auch noch enormes Verletzungspech hinzu.

Großes Verbesserungspotenzial gibt es weiterhin im Offensivbereich, was auch in den drei Testspielen des Trainingslagers deutlich wurde. Sie gingen allesamt verloren. Notzon fahndet weiter mit Hochdruck nach einem variabel einsetzbaren Stürmer, um die mit nur 14 Treffern schwächste Offensive der 2. Bundesliga zu verstärken.

Solange der noch nicht gefunden ist, liegt die Hauptlast im Angriff weiter auf den Schultern des Schweden Sebastian Andersson, der mit sechs Treffern erfolgreichster Torschütze ist. „Wir werden weiterhin an unserer offensiven Produktion und unserem Aufbauspiel arbeiten“, sagte Trainer Jeff Strasser. „Vor allem unsere Abschlusssituationen müssen wir verbessern und Mechanismen automatisieren. Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben.“

Während Strassers Konzentration aktuell dem wegweisenden Kellerduell bei den „Lilien“ gilt, arbeiten der kommissarische Vorstandsboss Michael Klatt und Notzon hinter den Kulissen auch an einer Lizenzierung für die 3. Liga. Denn sollten die „Roten Teufel“ am Mittwoch in Darmstadt verlieren und bis auf zehn Punkte hinter den Relegationsplatz zurückfallen, dürften auch die größten Optimisten rund um den Traditionsverein nicht mehr an den Klassenerhalt glauben. (dpa)

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