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16. Spieltag Nur 1:1 gegen Hoffenheim - Bremen lässt große Chancen aus

Was waren das für Chancen! Der Bremer Rashica vergab in der Schlussphase eines hochklassigen Spiels gegen Hoffenheim beste Möglichkeiten. Die letzte Begegnung vor Weihnachten ist noch einmal eine große Herausforderung für Werder.

19.12.2018 22:52
Von Tobias Brinkmann und Martin Beils, dpa
Werder Bremen - 1899 Hoffenheim
Werders Yuya Osako (r) kämpft gegen Hoffenheims Stefan Posch um den Ball. Foto: Carmen Jaspersen

Max Kruse musste erst einmal tief durchatmen. „Solche Spiele musst du gewinnen, da gibt es kein Wenn und kein Aber“, sagte der Werder-Kapitän im Sender Sky.

Bremen hat im Duell mit 1899 Hoffenheim eine bessere Position im Kampf um die Plätze im Fußball-Europapokal verpasst. In einem flotten Bundesliga-Duell trennten sich die beiden spielfreudigen Teams mit 1:1 (0:1).

Vor 40.003 Zuschauern im Weserstadion brachte Leonardo Bittencourt die Gäste an seinem 25. Geburtstag in Führung (31.), Theodor Gebre Selassie glich für die Platzherren aus (57.). Für die Gäste war es das fünfte Remis hintereinander. Die Bremer, die am Samstag noch zu RB Leipzig müssen, verpassten in einer starken zweiten Halbzeit die Chance, an den Kraichgauern vorbeizuziehen. In der Schlussphase ließ der eingewechselte Milot Rashica zwei große Chancen für die Gastgeber aus. „Ich war am Ende sehr, sehr kaputt“, gestand Hoffenheims Nationalspieler Nico Schulz nach einer intensiven und hochklassigen Begegnung.

Der Vergleich zweier für Offensivfußball bekannten Bundesligisten versprach einen hohen Unterhaltungswert. Und tatsächlich: Nach behäbigem Start gewann die Partie an Rasanz. Phasenweise gerieten die Tore im Minutentakt in Gefahr. Bremens Yuya Osako (12.) und Schulz (13.) etwa trafen das Außennetz. Die Kraichgauer wirkten spielerisch reifer, aber Werder zeigte Qualitäten vor allem bei Kontern. Der wieder erstarkte Kruse hätte 1899-Schlussmann Oliver Baumann mit einem Freistoß aus spitzem Winkel ins kurze Eck beinahe überrascht (25.).

Schulz machte immer wieder Druck auf der linken Hoffenheimer Angriffsseite. Mit einem klugen Pass von der Grundlinie bereitete der Nationalspieler den Führungstreffer von Geburtstagskind Bittencourt vor und unterstrich damit seine Ambitionen bei Bundestrainer Joachim Löw. Kurz vor dem Seitenwechsel landete ein Kopfball von Gebre Selassie auf der Latte von Baumanns Tor. „Beide Mannschaften spielen mit offenem Visier“, lobte der frühere Werder-Kapitän Clemens Fritz in der Pause.

Bremens Trainer Florian Kohfeldt, der auf den am Sprunggelenk verletzten Nuri Sahin verzichten musste, reagierte auf den Rückstand und stellte im zweiten Abschnitt von Vierer- auf Dreikette in der Abwehr um. Und Werder erhöhte damit auch gleich den Druck. Mittelfeldspieler Kevin Möhwald übernahm dabei eine führende Rolle. Die verdiente Konsequenz: Gebre Selassies Kopfballtreffer zum Ausgleich nach einer Flanke von Ludwig Augustinsson. Der Tscheche betrieb mit dem Tor Wiedergutmachung für seinen Fehler vor dem Hoffenheimer Führungstreffer.

Die Gäste, die in der Champions League zuletzt hoch belastet waren, verloren an Schwung und agierten zu passiv. Gefährlich wurde es für Kohfeldts Team noch einmal, als Vize-Weltmeister Andrej Kramaric an Jiri Pavlenka scheiterte (83.).

(Von Tobias Brinkmann und Martin Beils, dpa)

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