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Niederlage Akolo und Ginczek bei VfB-Sieg verletzt

Borussia Dortmund muss sich gegen Stuttgart geschlagen geben. Chadrac Akolo und Daniel Ginczek müssen verletzt vom Feld.

17.11.2017 23:55
Daniel Ginczek musste frühzeitig ausgewechselt werden. Foto: afp

Die Krise von Borussia Dortmund spitzt sich zu. Ohne den suspendierten Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang und nach haarsträubenden Defensivpatzern musste sich der BVB beim VfB Stuttgart mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Während der Aufsteiger im Kalenderjahr 2017 noch ohne Heimniederlage ist und sich auch über das Comeback von Kapitän Christian Gentner freuen konnte, sind die Dortmunder nun seit fünf Bundesliga-Spielen sieglos.

Nach der erneuten Enttäuschung kann der Abstand des BVB auf Tabellenführer Bayern München auf neun Zähler anwachsen, der Pokalsieger könnte am Wochenende sogar aus den Europapokal-Rängen rutschen. Auch der Druck auf Trainer Peter Bosz dürfte weiter zunehmen.

Eine Slapstick-Einlage von BVB-Torhüter Roman Bürki und Abwehrspieler Marc Bartra führte zum VfB-Führungstor durch Chadrac Akolo in der 5. Minute. Der Ausgleich gelang Maximilian Philipp (45.+3) per Abstauber, nachdem VfB-Keeper Ron-Robert Zieler einen berechtigten Handelfmeter von Aubameyang-Ersatz Andre Schürrle pariert hatte. Der für den angeschlagenen Akolo eingewechselte Josip Brekalo (51.) nutzte einen weiteren Lapsus der Schwarz-Gelben zum Siegtreffer, durch den letztendlich der 500. Heimsieg des VfB in der Bundesliga perfekt wurde.

„Stuttgart hat ganz abgezockt unsere individuellen Fehler ausgenutzt. Das passt gerade in unsere Phase. Wir wollten nach der Länderspielpause neu anfangen. Auch wenn es sich komisch anhört, heute war es von der Einstellung her der erste Schritt in die richtige Richtung“, sagte BVB-Kapitän Marcel Schmelzer bei Eurosport.

Der kuriose Schnitzer in der Anfangsphase war allerdings sinnbildlich für das wacklige Nervenköstum der Dortmunder. Bartra spielte Bürki ohne Not einen Rückpass unkontrollierbar in die Füße, vom Schweizer prallte der Ball zu Akolo, der dankbar ins verwaiste Tor einschob.

Abgesehen davon war das Team des Niederländers Bosz die aktivere und auch gefährlichere Mannschaft. Doch sowohl Schürrle (3.) bei seinem ersten Saisoneinsatz von Beginn an als auch der Ukrainer Andrej Jarmolenko (8.) ließen gute Möglichkeiten aus. VfB-Schlussmann Zieler reagierte zudem unter anderem gegen Mario Götze (35.) glänzend.

Die Stuttgarter mit den genesenen Holger Badstuber und Maskenmann Gentner, der 63 Tage nach dem schweren Zusammenprall mit Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels mit Gesichtsschutz wieder auflief, konzentrierten sich auf die Defensive Stabiltät und setzten auf geradlinige Gegenstöße.

Das Fehlen des zuletzt ohnehin unter Ladehemmung leidenden Aubameyang wirkte sich auf der anderen Seite nicht negativ auf den Kombinationsfluss der Dortmunder aus. Der Gabuner war am Donnerstag für das VfB-Spiel aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen worden. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verteidigte vor dem Spiel die Entscheidung: „Eine Gruppe braucht gewisse Regeln, insofern hat der Trainer die komplette Unterstützung.“

Die Schwaben von Trainer Hannes Wolf wollten auch eine Negativserie gegen den Favoriten durchbrechen. Den bis dato letzten VfB-Heimerfolg gegen den BVB hatte es am 31. Januar 2010 gegeben. Der ehemalige Dortmunder Nachwuchscoach Wolf musste gegen seinen Ex-Verein neben Akolo kurz vor der Pause auch Stürmer Daniel Ginczek verletzt vom Platz nehmen.

Dennoch stemmte sich der VfB auch nach dem Wechsel mit Leidenschaft gegen die feldüberlegenen Dortmunder, die kommende Woche in der Champions League auf Tottenham Hotspur treffen und dann das Revierderby gegen Schalke 04 vor der Brust haben. (sid) 

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