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HSV-Boss zur Fangewalt Stadionverbote juristisch schwierig

HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat sich gegen pauschale Lösungen in Sachen Fanproblematik ausgesprochen.

15.08.2017 11:30
Heribert Bruchhagen
Ist gegen das Zulassen von Pyrotechnik in den Stadien: HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Foto: Daniel Bockwoldt

HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat sich in der Diskussion um die zunehmende Gewaltbereitschaft von Fußball-Anhängern gegen pauschale Lösungen wie ein ausschließlich hartes Durchgreifen ausgesprochen.

„Die Umsetzung von Stadionverboten gestaltet sich schwierig, sie werden oftmals durch Anwälte aufgehoben. Es ist trotz Videoaufnahmen juristisch schwierig, Beweise zu finden. Ich glaube auch nicht an rigide Strafen“, sagte der Bundesliga-Kenner in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Als Verein allein könne man der Ausschreitungen kaum Herr werden: „Wir können diese Probleme nur konzertiert mit der Deutschen Fußball Liga lösen.“ Man wolle und dürfe keine Pyrotechnik zulassen, die zum Symbol geworden sei, betonte der ehemalige DFL-Geschäftsführer.

In vielen Gesprächen mit Fan-Gruppierungen habe er die Ursachen für die Aggressionen ergründen wollen: „Ich müsste Soziologie studiert haben, um eine Antwort geben zu können. Ihre Liebe zum Verein ist eine Liebe zum Wir-Gefühl“, sagte Bruchhagen. Früher seien oppositionelle Jugendbewegungen aus der Musik entstanden, heute zum großen Teil aus dem Fußball. „Und wenn man dann meint, der Kommerz sei der Feind des Fußballs, dann werden klassische Bilder gezeichnet und die prallen aufeinander“, erklärte der 68-Jährige. (dpa)

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