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„Handschrift in unserem Spiel“ Frings' Verdienst: Darmstadt 98 lebt noch

12.03.2017 13:34
Torsten Frings
Torsten Frings hat seiner Mannschaft wieder eine eigene Handschrift verpasst. Foto: Hasan Bratic

Gut drei Monate dauert die Cheftrainer-Karriere von Torsten Frings jetzt an. Und als erstes Zwischenfazit lässt sich sagen: Sein Verein Darmstadt 98 ist immer noch Tabellenletzter. Aber er spielt unter dem früheren Nationalspieler längst nicht mehr so.

Der 2:1-Sieg gegen Mainz 05 hat am Samstag vieles gezeigt: Dass sich in Darmstadt niemand hängen lässt. Dass dort auch nach 17 Niederlagen in 24 Saisonspielen wieder eine Stimmung herrscht, auf der sich in Zukunft auch in der Zweiten Liga etwas aufbauen lässt. Und vor allem: Dass sich die Lilien unter Frings enorm weiterentwickelt haben.

„Ich traue ihm noch viel zu in seiner Trainerkarriere“, sagte Jerome Gondorf der FAZ. „Wir haben jetzt eine Handschrift in unserem Spiel.“

Die Zweifel waren groß. Hat Frings die Kompetenz für den Job? Ist er nach ein paar Wochen verbraucht? Frings ist direkt und manchmal auch widersprüchlich, diesmal sagte er: „Hier gibt sich keiner auf. Aber wir wissen, dass es eine unmögliche Situation ist.“ „Auf die Tabelle zu schauen, bringt nichts. Die sieht immer noch beschissen aus.“

In der Welt der Phrasen und Floskeln hat er sich seine Unverblümtheit bewahrt. Was aussah wie eine Schwäche, kommt gegenüber den Spielern als Stärke daher. „In unserer Situation war er der perfekte Mann“, sagte Gondorf. „Wir haben wieder jemanden gebraucht, der nahbar ist.“

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