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Bundesliga-Trainer Adi Hütter vor schwierigen Wochen

Alle Jahre wieder wird vor dem Auftakt der Fußball-Bundesliga spekuliert, welcher Trainer denn zuerst seinen Posten räumen muss. Manche sitzen fester im Sattel, andere weniger.

21.08.2018 10:20
SSV Ulm 1846 - Eintracht Frankfurt
Der Saisonauftakt ging für Adi Hütter in die Hose. Foto: dpa

0:5-Pleite im Supercup gegen Bayern München, Niederlage in der ersten Runde des DFB-Pokals bei einem Viertligisten: So hat sich Adi Hütter den Start seiner Trainerlaufbahn bei Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt bestimmt nicht vorgestellt. Vor allem die Blamage beim SSV Ulm 1846 als Pokalsieger baute zusätzlichen Druck für den Saisonstart auf.

"Gegen den FC Bayern kann man verlieren", sagte der Trainer Adi Hütter, "dass wir hier verlieren, ist enttäuschend, da braucht man nicht um den heißen Brei rumzureden." In Bern schrieb Hütter mit den Young Boys Geschichte, holte den ersten Meistertitel seit 32 Jahren. In Frankfurt startete er mit zwei Niederlagen, seine neu zusammengestellte Mannschaft muss nun in den ersten beiden Bundesligaspielen in Freiburg und gegen Werder Bremen eine Reaktion zeigen. Die folgenden Spiele dürften für die Hessen nicht leichter werden, zumindest auf dem Papier. Nach dem Spiel gegen Bremen muss die Eintracht in Dortmund antreten, dann empfängt man RB Leipzig, bevor es Ende September zur Borussia aus Mönchengladbach geht. 

Rangnick müsste sich schon selbst feuern

Neben Hütter stehen auch andere Bundesligatrainer vor dem Saisonauftakt besonders unter Druck. "Feuerwehrmann" Bruno Labbadia schaffte mit dem VfL Wolfsburg in der vergangenen Spielzeit erst in der Relegation denkbar knapp den Klassenerhalt. Die Wölfe waren es auch, die Andries Jonker bereits Mitte September des vergangenen Jahres den Laufpass gaben und für die erste Trainerentlassung 2017/18 sorgten.

Die beiden Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Nürnberg gehen aufgrund der finanziellen Mittel als große Außenseiter in die neue Saison. "Wir brauchen das Quäntchen Glück", sagte Fortuna-Coach Friedhelm Funkel. Das gilt auch für Club-Trainer Michael Köllner. Auch Andre Breitenreiter muss mit Hannover 96 den Aufstieg in der zweiten Saison bestätigen - eine bekanntlich schwierige Aufgabe.

Fest im Sattel sitzt hingegen Ralf Rangnick. Der 60-Jährige ist bei RB Leipzig der Chef für fast alles, er fungiert in Doppelfunktion als Trainer und Sportdirektor. Aber nur für eine Saison, dann übernimmt Julian Nagelsmann. Der 30-Jährige kostete fünf Millionen Euro Ablösesumme, erhielt einen Vertrag bis 2023, und wird bis zum Saisonende Hoffenheim-Trainer bleiben.

Auch Domenico Tedesco muss sich nicht um seinen Job sorgen, der Vertrag des 32-Jährigen wurde bei Vizemeister Schalke 04 erst kürzlich bis 2022 verlängert. Christian Streich ist der aktuell dienstälteste Trainer bei einem Bundesligisten. Der 53-Jährige coacht den SC Freiburg schon seit 2012 - ein Ende ist nicht in Sicht. 

Ohne Job sind aktuell die beiden Österreicher Ralph Hasenhüttl (zuletzt RB Leipzig) und Peter Stöger (zuletzt Borussia Dortmund). Sie befinden sich in guter Gesellschaft, denn auch Weltstar Zinedine Zidane (zuletzt dreimal Champions-League-Sieger mit Real Madrid) sowie der ehemalige italienische Nationaltrainer Antonio Conte (zuletzt FC Chelsea) haben im Augenblick keinen Klub.

Wann und wo das Trainerkarussell an Fahrt aufnehmen wird, das bleibt abzuwarten. (sid)

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