Lade Inhalte...

Bundesliga-Aufsteiger Club-Coach Köllner nach 0:7-Pleite: Nicht dramatisieren

Nach dem schwarzen Bundesliga-Abend in Dortmund redet sich der 1. FC Nürnberg für das Heimspiel gegen Düsseldorf stark. Die Franken wollen „ein anderes Gesicht“ zeigen. Es werden Änderungen erwartet.

28.09.2018 15:20
Von Christian Kunz, dpa
Michael Köllner
Schaut trotz der 0:7-Klatsche optimitisch nach vorne: Nürnberg-Coach Michael Köllner. Foto: Ina Fassbender

Michael Köllner war zwei Tage nach der höchsten Niederlage um Gelassenheit bemüht.

Nach dem 0:7-Debakel seines 1. FC Nürnberg versuchte der Trainer, die Bedeutung dieser Lehrstunde in der Fußball-Bundesliga für seine unerfahrenen Aufsteiger nicht zu groß werden zu lassen. „Ich neige weder dazu, das Spiel in Dortmund zu ignorieren noch es zu dramatisieren“, sagte Köllner vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf.

Natürlich wollen die Franken gegen die Mannschaft von Coach Friedhelm Funkel eine positive Reaktion zeigen. Aber auf die Schnelle ist eine Vorführung wie die vom Mittwoch sicherlich nicht abzuschütteln. „Man wird gegen Düsseldorf sehen, wie wir das charakterlich aufarbeiten. Und das wird am Ende das Entscheidende sein, um gegen Düsseldorf wieder in die Spur zu kommen“, sagte der „Club“-Coach auf einer Pressekonferenz am Freitag.

So hoch wie in Dortmund hatten die Nürnberger zuvor nur einmal verloren, in der Saison 1983/84 beim VfB Stuttgart. „Es war klar, dass die Bundesliga ein brutaler Wettbewerb ist. So etwas kann die Mannschaft aber auch stabiler machen“, sagte Köllner.

Bei der Lehrstunde hatte sich das „Club“-Team sehr naiv präsentiert. Im Gegensatz zum Champions-League-Teilnehmer Borussia steht nun aber ein Duell mit einem Mitaufsteiger an. „Wir wollen mit Optimismus und positiver Energie ins Spiel gehen. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte Köllner.

Die zwei Traditionsteams, die in der vergangenen Saison am letzten Spieltag in Nürnberg beide gemeinsam die Bundesliga-Rückkehr nach einem 3:2 für Düsseldorf begießen durften, haben in der noch jungen Saison fünf Punkte auf dem Konto. Von einer Partie am Scheideweg mochte Köllner aber so kurz nach dem 0:7 nicht sprechen. „Das ist noch zu früh. Ich halte nichts davon, einzelne Spiele zu überhöhen“, sagte der 48-Jährige.

Verzichten muss Köllner möglicherweise auf Mittelfeldakteur Ondrej Petrak, der schon gegen den BVB wegen Nackenschmerzen passen musste. Dennis Lippert, Kevin Goden, Edgar Salli, Sebastian Kerk, Ewerton und Adam Zrelak fehlen weiter.

Eine Woche nach dem ersten Saisonsieg beim 2:0 gegen Hannover wollen sich die Clubberer vor der erwarteten Kulisse von 36 000 Zuschauern wieder erfolgreich präsentieren. „Wir müssen wieder unser wahres Gesicht zeigen“, forderte Verteidiger Lukas Mühl.

(Von Christian Kunz, dpa)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen