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Borussia Mönchengladbach Matthias Ginter gleich gefordert

Weltmeister Matthias Ginter schlägt bei Borussia Mönchengladbach ein neues Kapitel auf. Der teuerste Transfer der Klubgeschichte soll die Fohlen führen.

11.08.2017 10:32
Matthias Ginter
Neuzugang Matthias Ginter. Foto: imago

Matthias Ginter brauchte nicht lange, um sich in seiner neuen Heimat wohlzufühlen. „Ich wohne schräg gegenüber von Lars Stindl. Er ist also mein neuer Nachbar“, sagte der Neuzugang von Borussia Mönchengladbach nach seinem Umzug aus Dortmund an den beschaulichen Niederrhein. Dort schlägt der Weltmeister ein neues Kapitel auf, mit seinen erst 23 Jahre soll er die Fohlen möglichst zurück in den Europacup führen.

Ginter und Stindl, die sich bestens vom Confed Cup kennen und künftig eine Fahrgemeinschaft zum Training organisieren können, bilden gemeinsam mit Christoph Kramer die Achse der Borussia. Ginter ist dabei „der Neue“, der Innenverteidiger ersetzt den zum FC Chelsea zurückgekehrten Andreas Christensen. Angeblich 17 Millionen Euro zahlte die Borussia für den Nationalspieler. Stimmt die Summe, wäre er der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte.

Ein normaler Transfer

Die Zahl sorgte dann auch für Aufsehen, Max Eberl jedoch verteidigte die Investition. „Wenn ich die Verrücktheit auf dem Transfermarkt sehe, dass Rüdiger für 35 Millionen geht und Süle für 25 Millionen, dann ist Matthias für uns teurer, aber für den gesamten Markt normaler Transfer“, sagte Gladbachs Sportdirektor. Zumal Ginter als Weltmeister, Confed-Cup-Sieger und Olympia-Zweiter eine für sein Alter beachtliche Vita aufweisen kann.

Anders als in Dortmund steht Ginter bei seiner neuen Borussia in der Hierarchie ziemlich weit oben, zumindest ist das der Wunsch von Eberl und Trainer Dieter Hecking. Kurios: Beide sind schon seit Jahren Ginter-Fans. Eberl buhlte seit 2014 immer wieder um den Abwehrspieler, Hecking wollte ihn 2016 nach Wolfsburg holen. „Max und ich haben schon an verschiedenen Fronten um ihn gekämpft, jetzt wollten wir das Ding gemeinsam durchziehen“, sagte Eberl.

Diese Hartnäckigkeit hat Ginter gefallen, gleiches gilt für die Verantwortung, die er bei den Fohlen übernehmen soll. „Es steckt wahnsinnig viel Potential in dieser Mannschaft. Da als Führungsspieler voranzugehen, war die entscheidende Perspektive, die mir aufgezeigt wurde“, sagt er. Auch Joachim Löw habe den Wechsel befürwortet: „Im Hinblick auf die WM nächstes Jahr habe ich mit dem Bundestrainer gesprochen, der mir auch zu diesem Wechsel geraten hat.“

Gleichzeitig erhält Ginter aber auch Zeit. „Ich habe ihm gesagt: Setz dich nicht unter Druck, du musst nicht gleich allen zeigen, wo es langgeht, sondern konzentriere dich erst mal auf deine Leistung. Alles andere wird mit der Zeit kommen“, sagte Hecking dem kicker. Die Botschaft ist klar: Ginter soll erst einmal ankommen, sich wohl fühlen, die neue Heimat annehmen. Vielleicht hilft dabei ja auch der eine oder andere Grillabend mit dem neuen Nachbarn. (sid)

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