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Borussia Mönchengladbach Hecking erhöht das Risiko

Borussia Mönchengladbach will im Kampf um das internationale Geschäft wieder angreifen. Dafür lässt Trainer Dieter Hecking offensiver spielen.

21.08.2018 11:56
BSC Hastedt - Bor. Mönchengladbach
Dieter Hecking - alles auf Angriff. Foto: dpa

Mutiger, effizienter, überraschender: Borussia Mönchengladbach erhöht nach einer Saison der Stagnation das Risiko. Die Rückkehr nach Europa ist das Ziel, auch wenn sich Trainer Dieter Hecking verbal zurückhaltend gibt. „Letzte Saison sind wir mit unseren Zielen sehr offensiv umgegangen. Darunter haben wir ein bisschen gelitten“, sagte Hecking.

Die Systemumstellung des 53-Jährigen lässt aber auf eine offensive Borussia auf dem Platz schließen, der 11:1-Erfolg im DFB-Pokal beim Fünftligisten BSC Hastedt hat Lust auf mehr gemacht. Über Jahre spielten die Gladbacher in einem 4-4-2 mit leichten Abwandlungen, doch damit ist erst einmal Schluss. Hecking studierte in der Vorbereitung ein 4-3-3 mit nur einem defensiven Mittelfeldspieler vor der Abwehr ein. Man sei ausrechenbar geworden, stellte Hecking fest. Deshalb sei der Gedanke gereift, „eine neue Spielstrategie reinzubringen“.

Dabei kommt Neuzugang Alessane Plea eine Schlüsselrolle zu. Der mit 23 Millionen Euro teuerste Einkauf der Gladbacher Vereinsgeschichte ist ein echter Torjäger. Damit hat der fünfmalige deutsche Meister wieder einen richtigen Neuner. „Jede Mannschaft braucht eigentlich einen Stürmer, der zweistellig treffen kann“, sagte Hecking. In 135 Spielen für den französischen Erstligisten OGC Nizza erzielte Plea 44 Tore, im Pokal erzielte er drei Treffer.

Durch Plea erhöht sich auch der Druck auf langjährige Leistungsträger wie Raffael. Aber auch die weiteren Neuzugänge Andreas Poulsen, Michael Lang, Keanan Bennetts, To

rben Müsel und Florian Neuhaus sollen den in der vergangenen Saison etwas eingeschlafenen Konkurrenzkampf wieder beleben. Besonders im Mittelfeld ist das Gedränge groß. „Es ist schön, so viel Qualität zu haben. Aber da zu entscheiden und das auch gegenüber allen gut zu moderieren – das ist der härteste Job“, sagte Hecking.

Der Coach hofft aber darauf, dass seine Mannschaft in dieser Saison vom großen Verletzungspech endlich einmal verschont bleibt. In der vergangenen Saison, die für die Gladbacher nach 13 Siegen und 13 Niederlagen auf Platz neun endete, fielen über Wochen immer wieder Leistungsträger aus – auch deshalb konnte Hecking weniger Druck auf die etablierten Spieler aufbauen und weniger wechseln als gewünscht.

In der Vorbereitung hatte die Borussia aber schon wieder einige Ausfälle zu beklagen. Kapitän Lars Stindl fehlt zudem nach seiner schweren Kapsel- und Bandverletzung im linken Sprunggelenk, die ihn die WM-Teilnahme kostete, auch noch zum Saisonstart am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Bayer Leverkusen.

Dennoch geht die Borussia optimistisch in die neue Spielzeit. „Mein großer Traum ist es, etwas mit diesem Klub in der Hand zu halten“, sagte Max Eberl. Um den Wunsch des Sportdirektors zu erfüllen, beschreitet die Borussia neue Wege. (sid)

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