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Bastian Oczipka „Das hier auf Schalke ist eine Nummer größer“

Ex-Eintracht-Spieler Bastian Oczipka über seine Erfahrungen bei den Königsblauen, die Gabe des Trainers Domenico Tedesco und die Zuversicht, in Frankfurt nicht ausgepfiffen zu werden.

Bastian Oczipka
Bastian Oczipka im Trikot der Königsblauen. Foto: Imago

Herr Oczipka, seit Sie Frankfurt verlassen haben, hat sich bei der Eintracht ein bisschen was verändert, nicht nur sportlich. Auch die Mixed Zone im Stadion werden Sie kaum mehr wieder erkennen. Und die Gästekabine kennen Sie ja auch nicht so gut. Passen Sie auf, dass Sie sich nicht verlaufen am Samstag.
Von der Mixed Zone habe ich schon ein paar Fotos gesehen. Und ein paar Mal war ich schon in der Gästekabine, wenn ich mit einem Spieler der anderen Mannschaft noch ein bisschen quatschen oder das Trikot tauschen wollte. Aber es wird definitiv ein komisches Gefühl sein, links und nicht rechts abzubiegen, wenn ich in die Kabine gehe.

Sie haben fünf Jahre den Adler auf der Brust getragen, das ist heutzutage eine sehr lange Zeit. Jetzt kommen Sie erstmals als Gegner. Ist die Rückkehr für Sie generell komisch?
Ich freue mich darauf, es ist für mich natürlich etwas ganz Besonderes. Ich habe in Frankfurt sehr viel erlebt, es waren fünf spannende, schöne Jahre. Gleich in meiner ersten Saison sind wir unter Armin Veh als Aufsteiger in die Europa League gestürmt, das war eine super Runde. Dann die internationalen Spiele, zum Schluss noch mal das DFB-Pokalfinale gegen Dortmund. Wahnsinn. Und auch die Relegationsspiele gegen Nürnberg waren ja nicht alltäglich. Ich durfte das alles miterleben und das verbindet einfach. Das ist doch klar.

Und trotzdem haben Sie sich im Sommer dazu entschlossen, den Verein zu wechseln. Weshalb?
Es war nicht so, dass ich unbedingt weg wollte. Im Gegenteil. Aber als das Angebot aus Schalke kam, habe ich mir Gedanken gemacht und dann war für mich irgendwann klar, dass ich diese Riesenherausforderung annehmen möchte. Schalke 04 gehört für mich mit Bayern München und Borussia Dortmund zu den Top drei der Bundesliga. Und die Gespräche mit Trainer Domenico Tedesco haben mir sehr gut gefallen. Ich bin froh, ein Teil des neuen FC Schalke 04 zu sein.

Das neue Schalke? Wie meinen Sie das genau?
Es ist ja einiges passiert, der Verein hat sich neu definiert. Durch Domenico Tedesco kam eine Aufbruchstimmung ins Team. In den letzten Jahren war es gefühlt ja schon öfter mal unruhig. Jetzt haben wir klare Strukturen, sind total stabil geworden. Es macht viel Spaß. Der Trainer will jeden Spieler verbessern, das Mannschaftsgefühl ist super. Es passt alles.

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic sagte uns vor einigen Wochen, dass er schnell gespürt habe, dass er Sie nicht wird halten können. Waren Sie demnach fest entschlossen, die Eintracht zu verlassen?
Ich habe, wie gesagt, die Chance gesehen, noch mal etwas Neues zu machen. Und ich bin sehr ehrlich mit Trainer Niko Kovac und Fredi Bobic umgegangen. Ich habe nicht herumgedruckst, sondern habe offen mit ihnen kommuniziert. Das war mir auch wichtig, weil heutzutage viele Wechsel etwas merkwürdig ablaufen, so hintenrum irgendwie. Das wollte ich nicht. Es lag mir am Herzen, dass alles reibungslos und sauber abläuft. Mir ging es auch nicht um 3,50 Euro oder sonstiges. Ich wollte eine klare Sache. Ich glaube, das haben wir ganz gut geschafft. Ich habe zu Niko Kovac und Fredi Bobic ein super Verhältnis, und darüber bin ich sehr froh.

Haben Sie noch Kontakt zu Ihren ehemaligen Mitspielern oder Mitarbeitern?
Klar, mit Alex Meier habe ich erst kürzlich telefoniert, mit Timmy Chandler schreibe ich ab und zu, genauso wie mit Lukas Hradecky oder Mijat Gacinovic. Auch mit anderen Jungs aus dem Staff. Man hält nicht jeden Tag Kontakt, aber man denkt aneinander. Das ist schön.

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