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EM-Qualifikation der Frauen Siegreicher Neuanfang

Verkrampft und nervös zu Beginn, am Ende aber siegreich sind die deutschen Fußball-Frauen in die Ära nach der verpatzten Heim-WM gestartet. Das erste Qualifikationsspiel für die EM 2013 gewann die DFB-Elf klar mit 4:1 gegen die Schweiz.

17.09.2011 19:16
Die deutschen Fußball-Frauen feiern ihren Sieg gegen die Schweiz. Foto: dpa

Die deutschen Fußball-Frauen sind mit einem 4:1-Erfolg gegen die Schweiz in die Qualifikation zur EM 2013 gestartet. Es war das erste Spiel der Nationalmannschaft nach der verpatzten WM im eigenen Land. Die Leichtigkeit früherer Tage fand die Mannschaft über lange Strecken noch nicht wieder. „Die Verunsicherung war uns anzumerken, das war nach der WM klar“, sagte die neue Spielführerin Nadine Angerer. Bundestrainerin Silvia Neid, die nach dem 1:0 durch Fatmire Bajramaj (32.) sichtlich gelöst die gesamte Wechselbank abklatschte, wollte davon nichts hören, sie zeigte sich „sehr zufrieden“ mit der Leistung. Nur 6632 Zuschauer sahen den ersten Auftritt 70 Tage nach dem Viertelfinal-Aus gegen Japan bei der WM - nach den ausverkauften Stadien im Sommer ein ernüchternder Neustart. Die weiteren Tore für Deutschland erzielten erneut Bajramaj (66.), Linda Bresonik (73.) und Martina Müller (80.). Für die Schweiz traf Ramona Bachmann (68.).

Der Auftakt im Spiel eins nach dem Rücktritt der dreimaligen Weltfußballerin Birgit Prinz war zäh und unsicher. Neid begann den Neuaufbau nach dem Karriere-Ende von Prinz, Kerstin Garefrekes und Ariane Hingst mit elf WM-Spielerinnen. Überraschend ließ die 47-Jährige Topstürmerin Inka Grings, die seit dem Sommer beim FC Zürich kickt, auf der Bank.

Bajramaj trifft im dritten Anlauf

Auffälligste Spielerin im deutschen Team war Lira Bajramaj. Vom riesigen Erwartungsdruck befreit, der ihr während der WM als das deutsche Gesicht viel Kummer bereitet hatte, zeigte sie ihre spielerische Klasse. Allerdings wollte der Ball zunächst trotz zweier Chancen von bester Qualität nicht ins Tor. Erst der dritte Versuch saß. „Ich sehe jetzt alles lockerer, ich muss keinem was beweisen“, sagte Bajramaj.

Die 23-Jährige erhöhte in der 66. Minute auf 2:0, ehe zwei Minuten später Bachmann aus dem Nichts den Anschlusstreffer markierte. Die deutsche Mannschaft ließ sich davon nicht irritieren. Bresonik stellte in der 73. Minute wieder den alten Abstand her, bevor sieben Minuten später der eingewechselten Müller das 4:1 gelang.

Neid weist Favoritenrolle von sich

Die DFB-Frauen, die zuletzt fünfmal in Folge den EM-Titel gewannen, haben ihre Lehren aus den hohen Erwartungen der WM gezogen, Neid wollte von einer Favoritenrolle bei der EM in Schweden 2013 nichts wissen. „Schweden ist im eigenen Land als WM-Dritter der Favorit, dann kommt Frankreich als WM-Vierter. Wir sind im Moment alles andere als Favorit.“
In der Quali-Gruppe 2 trifft Deutschland am 22. Oktober in Bukarest nun auf Rumänien. Weitere Gruppengegner sind Kasachstan, Spanien und die Türkei. (dapd)

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