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EM 2012 Sommerpause für ein Quintett

Bei der Auswahl seines vorläufigen EM-Kaders schickt Bundestrainer Joachim Löw gleich fünf Spieler in den Urlaub: Auf der Strecke bleiben erfahrenen Spieler wie Stefan Kießling und Simon Rolfes. Ebenfalls nicht zur EM fahren Patrick Helmes, Christian Träsch - und Dennis Aogo.

07.05.2012 15:43
Seine Leistung überzeugte den Bundestrainer nicht: Dennis Aogo verpasst die EM. Foto: Bongarts/Getty Images

Sie erzielten Tor um Tor - und doch werden sie nicht gebraucht. Patrick Helmes und Stefan Kießling können die Füße hochlegen, sie werden die EM maximal vor dem Fernseher verfolgen. Die zuletzt erfolgreichen Angreifer, die Bundestrainer Joachim Löw auch noch mit seinen Interviews hatte hoffen lassen, gehören zu einem „Quintett der Ausgebooteten“.

Wie Simon Rolfes, wie Dennis Aogo, wie Christian Träsch. Sommerpause statt EM. Zumindest für Kießling kam das nicht mehr überraschend. „Ich habe meinen Urlaub schon gebucht“, hatte der Leverkusener schon nach dem letzten Bundesliga-Spieltag am Samstag in Nürnberg gesagt.

Cacau statt Kießling

Mit 13 Rückrundentreffern avancierte der 28-Jährige zwar zum Überflieger - dennoch landete er nicht auf Löws Zettel. Dort steht neben den gesetzten Mario Gomez (Bayern München) und dem lange Zeit verletzten Miroslav Klose (Lazio Rom) im Sturm wieder Cacau (VfB Stuttgart). In der abgelaufenen Saison erzielte der in 33 Spielen ganze acht Tore.

Doch Löw scheint zu wissen, was er an dem 31-Jährigen hat. „Cacau sehe ich im engen Raum stark“, sagte der DFB-Trainer. Während der Begegnung zwischen Stuttgart und dem VfL Wolfsburg am Samstag durfte Löw auch dessen Konkurrenten Patrick Helmes beobachten. Mit seinem zehnten Tor im zehnten Spiel in Folge schickte der „Wölfe“-Stürmer noch einmal eine überzeugende Bewerbung.

Helmes akzeptiert Absage

Ein Happy End gab es trotzdem nicht. „Wir freuen uns über die Entwicklung von Patrick“, sagte Löw, „aber ich sehe ihn eher als Konterspieler, der seine Stärken hat, wenn er viel Platz hat.“ Helmes kommentierte die Absage nüchtern. „Das ist allein die Entscheidung des Bundestrainers, wen er mitnimmt und wen nicht. Diese gilt es zu akzeptieren“, sagte er und ergänzte, dass die Nominierung ein tolles Erlebnis gewesen wäre.

Gleiches hätte sicher auch für Simon Rolfes gegolten. Im Kampf um das letzte verbliebene Ticket im defensiven Mittelfeld setzt Löw die Verjüngungskur der Nationalelf allerdings fort und verzichtet auf den erfahrenen Haudegen. Stattdessen gibt er Lars Bender (Leverkusen) sowie dessen Zwillingsbruder Sven und Ilkay Gündogan (beide Borussia Dortmund) in der Vorbereitung eine Bewährungschance.

Die hatten sich auch Dennis Aogo (Hamburger SV) und Christian Träsch (Wolfsburg) erhofft. Träsch war bereits vor vier Jahren erst kurz vor der EM aus dem Kader gerutscht, weil er sich im Trainingslager verletzte. Seine erneute Ausbootung trug er mit Fassung: „Es ist ärgerlich, aber so ist es nun mal. Ich wäre gern dabei gewesen“, sagte der 24-Jährige.

Auch Aogo hatte nach einer durchwachsenen Saison mit dem HSV nur geringe Chancen auf einen positiven Anruf des Bundestrainers. (sid)

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