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Eishockey Stewart soll Kölner Haie retten

Nach dem Austausch der kompletten sportlichen Führungsriege ruhen die Hoffnungen der Kölner Haie auf dem Kanadier. Er soll die Talfahrt des Klubs stoppen.

04.12.2009 00:12

Köln. Nach dem Austausch der kompletten sportlichen Führungsriege ruhen die Hoffnungen der Kölner Haie auf dem ehemaligen Mannheimer Meistertrainer William "Bill" Stewart. Der 52 Jahre alte Kanadier soll gemeinsam mit dem neuen Co-Trainer Niklas Sundblad die Talfahrt des Traditionsclubs in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) stoppen und die Haie wieder nach oben führen. "Stewart ist der richtige Mann. Die Mannschaft braucht einen neuen Geist. Und er hat bewiesen, dass er es kann. Wir hoffen, dass er uns gemeinsam mit Sundblad in die Playoffs bringt", umschrieb Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin die Zielvorgabe nach dem Rauswurf von Cheftrainer Igor Pawlow und dessen Assistent Rupert Meister.

Stewart, der 2001 mit dem Mannheimer Adlern den Meistertitel gewann und danach auch in Krefeld und Hamburg unter Vertrag stand, traut sich die schwierige Mission in Köln zu. "Für mich war schnell klar, dass ich komme. Die Aufgabe ist eine große Herausforderung", sagte Stewart nach seiner Ankunft in Deutschland am Donnerstag. "Die Kölner Haie sind für mich die dritte große Chance, einen Topklub in Deutschland zu trainieren."

Selbst die Negativserie von zuletzt elf Niederlagen in 13 Spielen schreckt "Feuerwehrmann" Stewart nicht, der bereits am Donnerstagabend das Training leiten sollte und beim Auswärtsspiel in Krefeld am Freitag erstmals an der Bande steht. "Natürlich erwartet mich harte Arbeit, viele Gespräche werden notwendig sein. Aber es ist noch alles drin. Wir sind nur sechs Punkte von einem Playoff-Platz entfernt, das sind zwei Siege." Der fünfte Haie-Coach in den vergangenen 15 Monaten gilt als schillernde Figur in des Branche. Legendär ist unter anderem eine Schlagzeilen trächtige Schlägerei, die er sich einst mit dem Berliner Trainer-Kollegen Pavel Gross lieferte.

Neue Impulse erwartet der auf Tabellenplatz 13 gestürzte DEL-Klub auch von Rekordnationalspieler Udo Kießling. Das 54 Jahre alte Kölner Eishockey-Idol soll dem KEC als Vertreter eines Investors "beratend zur Seite" stehen. Die Aufgaben des künftig wieder für die Nachwuchsabteilungen zuständigen Rodion Pauels, der als Manager der Profis am Mittwoch ebenfalls von seinen Aufgaben entbunden worden war, soll der bis Saisonende verpflichtete Chefcoach Stewart mitübernehmen. Eichin will auf die Dienste von "Urgestein" Pauels aber nicht verzichten: "Er ist seit 1973 fast ununterbrochen im Klub und hat maßgeblichen Anteil an der konzeptionellen Ausrichtung der Organisation, speziell im Nachwuchsbereich. Diese Arbeit soll er weiter voran treiben." (dpa)

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