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Wüste Söhne Schampus für alle

Ein weiterer Tag in der Wüste, die wir noch gar nicht gesehen haben. Aber sie soll sich hier irgendwo versteckt haben, hinter den ganzen Baustellen und Glasbunkern. Wir, die wüsten Söhne, könnten sie ja mal suchen und hinfahren, mit so einem Four-Wheel-Drive ein bisschen durch die Dünen heizen oder mit den Quads, die sich hier höchster Beliebtheit erfreuen. Kostet ja auch alles nix, der Spritpreis liegt bei 30, 35 Cent. Peanuts. Da muss man nicht mal Scheich sein.

Oder wir könnten zur dollsten Formel-1-Rennstrecke der Welt, dem Yas Marina Circuit, liegt auf der Halbinsel Yas, die für Touris schön aufgepeppt wurde. Hat 40000 Millionen Dollar gekostet. Soll ganz nett sein dort.

Wie gesagt, das könnten wir alles machen, wenn wir nicht so viel zu tun hätten. Wir müssen ja schreiben, wüste Söhne und Sandkörner und so. Da bleibt gerade noch Zeit zum Abendessen. Am Dienstag waren wir in so einem Lokal am Wasser. War ganz okay, wenn nur dieser Fußball nicht gewesen wäre. Spielen da ausgerechnet die Vereinigten Arabischen Emirate gegen Bahrain. Gulf Cup. Auf 16 Fernsehern. 2:1 für VAE, eine Lautstärke in dem Schuppen, weiße Gewänder tanzen in schönster Eintracht.

Wir ziehen weiter in Ray’s Bar, Etihad Towers, 62. Stock, Blick über die Welt. Es gibt Bier für 40 Dirham, Schampus für 18000 Dirham. Das sind läppische 3600 Euro. Scheich egal.

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