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Wüste Söhne Abu cool

Natürlich ist der Vater der Gazelle stinkreich. Monstermonumentalgigantischreich sogar. Und wer so viel Asche, also Öl hat wie der Scheich, der kann es sich und den anderen Scheichs und auch ein paar Nicht-Scheichs schön kühl machen. Das machen sie besonders gerne in der Wüste. Kann man ja verstehen, im Sommer hämmern 60 Grad aufs Gemüt, da ist man für die Klimaanlage dankbar. Aber warum auch jetzt im Winter alle Gebäude auf den Gefrierpunkt runtergekühlt werden, muss man nicht verstehen. Das führt dann schon mal dazu, dass man in einem Restaurant von einem indischen Kellner angepflaumt wird, man solle sich nicht so mimosenhaft anstellen, dort wo wir herkommen, „Schweden bestimmt“, sei es doch immer so frostig. Auf den freundlichen Einwurf, das möge ja sein, aber wir hätten Heizungen, murmelte er in bestem Ranjid-Englisch etwas, worüber wir noch heute rätseln.

Die Taxifahrer geben im Übrigen ebenso viele Rätsel auf wie die ewige Kälte in der Hitze. Sie fahren zu schnell, hupen und beschimpfen sich. Da kommen Heimatgefühle auf. Einmal hat uns einer im Affenzahn quer durch die Stadt und wieder zurück gefahren, weil er das Zayed-Stadion suchte. Hätte uns auch mal sagen können, dass es davon ungefähr 127 gibt. Hat dann auch noch saftig abkassiert. Scheich egal.

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