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Wolf und Chandler Die neue Flügelzange

Marius Wolf und Timothy Chandler sorgen rechts und links für Furore und bilden eine Art Traumpaar.

Fussball 1.Bundesliga, VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt
Ein Herz und eine Seele: Marius Wolf (links) und Timothy Chandler, das dynamische Duo. Foto: Jan Huebner

Timothy Chandler hat natürlich in den sauren Apfel gebissen und sich links eingereiht. Klar, linker Verteidiger ist nicht gerade seine Lieblingsposition, auch wenn er früher in der US-amerikanischen Nationalmannschaft dort vornehmlich eingesetzt wurde, zumindest so lange Jürgen Klinsmann das Sagen hatte. Aber Chandler ist ein Rechtsfuß, nur im Notfall benutzt er den linken. „Es ist nicht so, dass ich umfalle, wenn ich mit links schieße“, aber was soll der Timmy machen? Auf der anderen Seite, auf seinem angestammten Flügel, spielt derzeit einer, der kaum noch aus dem Team wegzudenken ist, der Senkrechtstarter dieser Saison, Marius Wolf. Über den sagte Trainer Niko Kovac nach der Gala von Wolfsburg: „Wolfi hat eine Entwicklung genommen, die einzigartig ist.“


Der 22-Jährige, der beim damaligen Zweitligisten Hannover 96 in die zweite Mannschaft abgeschoben wurde, hat sich längst festgespielt in der ersten Elf. Mit seiner Verpflichtung ist den Hessen ein echtes Schnäppchen gelungen. Wolfs Anschlussvertrag bei der Eintracht wurde nach FR-Informationen im Übrigen bereits vergangenen Sommer fix und fertig ausgehandelt und unterschrieben. Er läuft bis 2020 und wird dann gültig, wenn die Eintracht die vereinbarte Ablösesumme in Höhe von 500 000 Euro an Hannover 96 überweist. Das sollte lieber heute als morgen geschehen.
 

Marius Wolf hat sich mittlerweile zu einer nahezu unverzichtbaren Stammkraft im Team gemausert, einer, der die Mannschaft weiterbringt. Drei Tore in der Liga und fünf Vorlagen stehen bislang in seiner Bilanz, im Pokal hat er ebenso getroffen wie aufgelegt. Am Samstag in Wolfsburg bereitete der gebürtige Coburger die ersten beiden Treffer vor, mustergültig sogar. „Die ersten Tore waren hervorragend herausgespielt“, lobte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Erst passte Wolf auf Sebastien Haller, der das 1:0 per Drehschuss erzielte, dann setzte er uneigennützig sein Pendant auf der anderen Seite, Chandler, perfekt in Szene.

Die Vorentscheidung in dieser Partie. „Ich konnte es selbst kaum glauben, dass ich das Tor getroffen habe“, sagte Chandler ein wenig kokett. Er hatte die Kugel mit links nehmen müssen, seinem schwächeren Fuß. Der Ball hätte auch weit über den Querbalken fliegen können. Für Chandler war es der erste Treffer in dieser Saison, vor Wochenfrist gegen den SC Freiburg hatte er mit einem Flugkopfball schon mal an einem persönlichen Erfolg geschnuppert.

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