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Wechsel Der Fall Niko Kovac

Der spektakuläre Wechsel Kovacs nach München wirft Fragen auf und sorgt für Irritationen.

Kovac
Fühlt sich endlich richtig gewertschätzt: Niko Kovac. Foto: Huebner/Ulrich (Jan Huebner)

Der 51 Jahre alte Patrick Wasserziehr ist ein erfahrener TV-Frontmann, der mit durchaus beachtlicher Beharrlichkeit und stoischer Freundlichkeit nachhakt. Am Samstagabend hat er für seinen Arbeitgeber Sky einen besonders harten Fall zu lösen gehabt, der Münchner Verteidigungsminister Uli Hoeneß hatte sich in Rage geredet und auf die Frage, wann es den ersten Kontakt mit dem aktuellen Eintracht- und künftigen Bayern-Trainer Niko Kovac oder seinem Berater gegeben habe, geantwortet: „Wir sind hier nicht bei der Staatsanwaltschaft. Das geht Sie einen ziemlichen Mist an.“ Wasserziehr, ganz cool: „Dann lassen wir das jetzt so stehen. Dankeschön, Uli Hoeneß, danke.“ Und Abgang.

Medial einiges los

Es war medial einiges los an diesem Bundesligasamstag, vor allem in München. Der eindrucksvolle 5:1-Sieg der Bayern gegen bemitleidenswerte Borussen aus Mönchengladbach stand nicht im Mittelpunkt der Berichterstattung, es ging in erster und auch zweiter Linie um den neuen Trainer an der Säbener Straße, Niko Kovac. Fragen zur Befähigung des auf internationalem Parkett recht unerfahrenen Kroaten gab es allerdings ebenfalls nur wenige, es ging um den genauen Ablauf der Verpflichtung, um Zeitpunkte der Kontaktaufnahmen und um die Attacken des Frankfurter Sportvorstands Fredi Bobic, der das Verhalten der Münchner Verantwortlichen scharf kritisiert hatte. „Das ist extrem bedenklich, sehr unprofessionell und respektlos“, polterte der Sportchef und meinte die ausgebliebene Kontaktaufnahme zur Eintracht und lancierte Informationen an die Öffentlichkeit, die er den Bayern zuschob.

Das ließ sich der Branchenprimus, der ohnehin ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein und Selbstverständnis hat, erwartungsgemäß nicht gefallen. Also schoss Uli Hoeneß noch schärfer zurück und schaltete in den Angriffsmodus. Bobics Anschuldigungen seien „ziemlich unverschämt und unanständig“ gewesen, kurzum: „Das ist eine Schweinerei.“

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