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VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt Neuer Spieler, alte Probleme

Eintracht Frankfurt verpflichtet Marijan Cavar und will sich in die Rückserie „reinbeißen“.

Eintracht Frankfurt
Steht wohl wieder im Eintracht-Kader: Jetro Willems. Foto: Jan Hübner

Aktuell stehen bei Eintracht Frankfurt für das Mittelfeld, offensiv wie defensiv, 13 Spieler zur Verfügung. Das ist mehr als genug, Slobodan Medojevic ist von der sportlichen Leitung jüngst sehr deutlich gemacht worden, dass er wegen des Überangebots keine Rolle mehr spiele und sich doch, bitte schön, einen neuen Klub suchen möge. Das hat er getan und unterschrieb wie erwartet am Freitag bei Darmstadt 98. Er erhält einen Vertrag bis Juni 2019. 

Im Gegenzug verkündete Eintracht Frankfurt die erstaunliche Verpflichtung eines weiteren Mittelfeldspielers verkündet, Marijan Cavar von HSK Zrinjski Mostar aus Bosnien und Herzegowina hat einen Vertrag bis 2021 unterschrieben. „Damit haben wir einen sehr guten Fang gemacht“, sagte Trainer Niko Kovac über den 19 Jahre alten U21-Nationalspieler. Cavar, der erst Anfang Februar zu den Hessen stoßen wird, weil er mit der U21-Auswahl zu zwei Freundschaftsspielen in den USA weilt und ohnehin als Perspektivspieler gilt, sei „ein sehr talentierter Spieler“, auf der Sechs oder Acht könne er spielen, sagte Kovac, der für „wenig Geld“ gekommen sei. „Er kann einer werden, wir wollen versuchen, ihn zu entwickeln.“ In der bosnischen Liga kam er auf 15 Spiele, er schoss kein Tor, gab aber drei Vorlagen.

Punkte für Ruhe

Dass womöglich die kurzfristige Verpflichtung eines Innenverteidigers auch eine Option gewesen wäre, wollte Kovac gar nicht in Abrede stellen. „Wir haben ja noch zehn Tag Zeit.“ Allerdings sei es in der Winterpause nicht leicht, einen Stammspieler anderswo loszueisen. „Wenn er Stammspieler ist, kostet er gleich ein Vermögen.“ Doch für die Partie am heutigen Samstag beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr) fallen, wie erwartet, zwei Stopper aus: David Abraham ist weiterhin wegen seiner in Hamburg vor fünf Wochen erlittenen Wadenblessur nicht spielfähig. Und es ist nicht abzusehen, wann er wieder auf dem Platz steht, zumal mittlerweile Flüssigkeit im Knochen entdeckt wurde. Kovac hatte das als Aktiver auch mal gehabt, zwei Monate hatte er seinerzeit pausieren müssen. Er ahnt: „Das kann lange dauern. Die Natur kann man nicht austricksen.“ 

Und Marco Russ fehlt wegen Problemen am Fersenbein, weswegen er schon gegen Freiburg ausgewechselt werden musste. Kovac hat also in der Innenverteidigung keinen Ersatzmann mehr. Immerhin spricht manches dafür, dass der zuletzt wegen mangelnder Leistung aussortierte Jetro Willems in den Kader zurückkehrt, er habe in dieser Woche „ordentlich“ trainiert, sagte Kovac, so, „wie ich mir das vorstelle.“ Erste Wahl auf dem linken Flügel dürfte aber Rechtsverteidiger Timothy Chandler sein.

Eintracht Frankfurt ist im Auswärtsspiel in der Autostadt fast schon zum Erfolg verdammt, weil die Mannschaft zu Hause in unschöner Regelmäßigkeit Punkte liegen lässt, wie jüngst gegen Freiburg, als „wir fahrlässig nicht den Sack zugemacht haben“, so Kovac. Der Druck, dann in der Fremde nicht verlieren zu dürfen, wächst damit stetig. Im Grunde ist es dem 46 Jahre alten Fußballlehrer egal, wo sein Team die Zähler holt, auch wenn es zu Hause für die Fans angenehmer sei. „Wir brauchen Punkte, um Ruhe zu haben.“ 

Freilich ist es kein Automatismus, auswärts zu punkten. „Wir können jedes Spiel gewinnen, wir können genauso gut jedes verlieren“, sagt Kovac, der mit Respekt per Zug in den Norden reist. „Seit Martin Schmidt Trainer ist, hat der Vfl Kontinuität an den Tag gelegt.“ Wolfsburg sei schwer zu bespielen, lasse wenig Tore zu und verfüge im Angriff über Qualität. „Wir müssen uns in die Rückserie reinbeißen.“ Zu Hause haben die „Wölfe“ zweimal gewonnen, einmal verloren, sechs Mal trennte man sich Remis. 

15 Spiele hat die Eintracht bislang in der Liga in Wolfsburg absolviert. Nur einmal, im Dezember 2012, sprang dabei ein Sieg heraus. Diese Bilanz wollen die Hessen etwas aufhübschen. „Mit einem Sieg würden wir Wolfsburg in der Tabelle sehr weit von uns weghalten“, findet Kovac, der in dieser Runde schon die eine oder andere Serie hat abreißen lassen.

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