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USA-Trainingslager Schwitzen in der Salzwüste

Eintracht trainiert in Utah ohne Neuzugang N’Dicka. Der 18-Jährige reist mit der A-Jugend ins Trainingslager nach Passau. Gastspieler Allan will es wissen. Bereits am Dienstag treffen die Hessen auf Real Salt Lake.

Salt Lake City
The Eagle has landed: Die Eintracht, hier Russ (l.), Haller und Chandler (vorne rechts), in Utah. Foto: Hübner

Über den Wolken soll die Freiheit ja unendlich und also grenzenlos sein, was bei genauerer Betrachtung ziemlicher Unsinn ist, aber über den Wolken, das ist kein Unsinn, rollt der Ball – zumindest via Flachbildschirm im Sitz des Vordermannes. Und so verging der Dienstflug der Eintracht-Entourage nach Dallas, Texas, wie im Flug.

Die Frankfurter Reisegruppe mit Endziel Salt Lake City vertrieb sich die Zeit während des zehnstündigen Trips über den Atlantik mit der Fußball-WM, genauer gesagt den beiden samstäglichen Viertelfinalpartien zwischen Schweden und England sowie Kroatien und Russland. Die Sympathien waren gerade bei der zweiten Paarung klar verteilt, allesamt drückten Mitspieler Ante Rebic die Daumen und fieberten aus sicherer Entfernung mit den Kroaten. Einzige Ausnahme und aussichtslos in der Unterzahl: Max Besuschkow, Hinterbänkler mit russischen Wurzeln. Sollte nichts nutzen, aus elf Metern verlupften und verballerten die Gastgeber das Halbfinale. Eintracht-Kapitän David Abraham ließ es sich nicht nehmen, via Homepage und im Namen der Kollegen dem kroatischen Mitstreiter zu gratulieren: „Glückwunsch, Ante!“

Nach knapp 18 Stunden hatte das 24 Mann starke Frankfurter Team den Bestimmungsort erreicht, Salt Lake City, die Stadt der Mormonen in der Großen Salzwüste Utahs am Fuße der Rocky Mountains. Müde waren sie, die Fußballer, klar, eine Zeitumstellung von acht Stunden gilt es selbst als Hochleistungssportler erst einmal zu verdauen, und der Sommer in Utah toppt den in Frankfurt noch mal um zwölf, 13 Grad, Temperaturen von 40 Grad sind nichts Ungewöhnliches.

Man kann nun nicht behaupten, dass die Frankfurter die strapaziöse Anreise in einem de luxe Wohlfühltempel verarbeiten können, die Real Salt Lake Academy ist ein hochmoderner, aber eben auch funktionaler Komplex mit gehobenem Sportschulencharme. Die Plätze sind indessen in Topzustand, für die Eintracht ist natürlich ein eigener Bereich reserviert.

Trainer Adi Hütter plant in der Regel zwei Einheiten täglich. „Aber wir werden nach dem langen Flug sicher nicht vom ersten Tag an konditionell richtig reinbolzen“, sagte er. Das Hauptaugenmerk liegt aber nach dem ersten Beschnuppern auf einem tieferen Kennenlernen.

Schon am Dienstag steht das erste Testspiel an, um 20 Uhr Ortszeit (4 Uhr deutscher Zeit) geht es gegen das MLS-Team Real Salt Lake. Am Donnerstag fliegt der Eintracht-Tross weiter an die Ostküste, in Philadelphia treffen die Hessen am Samstag um 19 Uhr (1  Uhr deutscher Zeit) auf Philadelphia Union.

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