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U19 Ausgerechnet Dadashov

Der Problem-Stürmer schießt die U19 der Eintracht zum Sieg.

Es ist dies die Geschichte, die vielleicht nicht nur der Fußball, aber eben vornehmlich der Fußball schreibt. Die Geschichte geht so: Eine Minute ist im Kellerduell zwischen der A-Jugend der Frankfurter Eintracht und dem Karlsruher SC noch zu spielen, es steht 0:0, es gibt noch mal einen Eckstoß für die Gastgeber aus Frankfurts Osten, der starke Linksverteidiger Deji Bayreuther bringt den Ball in die Mitte – und dort wuchtet Renat Dadshov, ausgerechnet Renat Dadshov, die Kugel zum erlösenden 1:0-Siegtreffer ins KSC-Tor. Welch Pointe, welch verrückte Geschichte.

Denn es war Dadashov, der zuvor in den Mittelpunkt gerückt war, weil der umstrittene Stürmer sich mehrfach danebenbenommen hatte und von Trainer Alexander Schur vom Spielbetrieb suspendiert wurde. Diese Maßnahme, die zur anhaltenden Erfolgslosigkeit der U19 beitrug, kostete Schur indirekt seinen Job, denn Dadashov ist ein Spieler mit einer Menge Potenzial.

Der neue Coach, Frank Leicht, nahm den 18-Jährigen sofort wieder auf, beorderte ihn sogar in die Startelf. Die Begnadigung ist alles andere als unumstritten, es gibt einige, die sie für ein völlig falsches Signal halten, einen Spieler wieder aufzunehmen, der sich so grobe Verfehlungen geleistet hat. Doch in der Not, heißt es ja, frisst der Teufel Fliegen. Der Klassenerhalt, das nackte Überleben in der Bundesliga, scheint da ganz offenkundig wichtiger als eine klare Linie.

Unter den Augen von Cheftrainer Niko Kovac und Manager Bruno Hübner zeigte Dadashov immerhin eine engagierte, gute Leistung. Und Trainer Leicht warb um Verständnis: „Das sind alles junge Spieler, da muss man auch mal verzeihen. Jeder hat in dem Alter genügend Fehler gemacht, deswegen freut es mich für Renat.“

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