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Tormisere bei der Eintracht Amanatidis grollt

Zumindest im Training erzielt die Eintracht viele Treffer ? in der Liga klappt das nicht. Und ein gekränkter Ioannis Amanatidis kontert Trainer Skibbes Aussagen: „Die Ausreden kann er sein lassen.“

Kontert den Aussagen von Trainer Skibbe: Eintracht-Stürmer Ioannis Amanatidis. Foto: dpa

Zumindest im Training erzielt die Eintracht viele Treffer ? in der Liga klappt das nicht. Und ein gekränkter Ioannis Amanatidis kontert Trainer Skibbes Aussagen: „Die Ausreden kann er sein lassen.“

Seit 363 Minuten oder fast geschlagenen sechs Stunden hat Eintracht Frankfurt in der Bundesliga kein Tor mehr geschossen. Das ist nicht gut. Überhaupt hat die ganze Mannschaft seit dem Wiederaufstieg 2005 nach 21 Spieltagen noch nie so wenig Tore erzielt wie in dieser Runde, 24 sind es bislang, 14 davon hat allein Theofanis Gekas erzielt. Wenn der Grieche nicht trifft, ist meist nicht viel los im Frankfurter Sturm.


Natürlich ist das dem Frankfurter Trainer Michael Skibbe nicht verborgen geblieben, seit einiger Zeit wird im Training gezielt an der fehlenden Durchschlagskraft gefeilt. Und siehe da: Beim Training am Dienstag fielen Tore wie reife Früchte: 17:10 endete das Spielchen auf die großen Tore, und alle trafen, fast nach Belieben. Altintop, Meier, Köhler, Caio, Gekas sowieso. Und auch Amanatidis.

Der Grieche lederte denn auch abseits des Platzes ordentlich los. Grund sind die jüngsten Aussagen Skibbes, wonach dem Stürmer die Schnelligkeit abhanden gekommen sei und er schneller abbaue als andere Spieler. Der von Skibbe vor anderthalb Jahren als Kapitän abgesetzte und schon lange zum Bankdrücker degradierte Amanatidis schoss nun zurück: „Diese Ausreden kann er sein lassen. Das war vielleicht zu Saisonbeginn nach meiner Verletzung so, aber jetzt bin ich fit und habe keine Trainingseinheit ausgelassen“, sagte Amanatidis zu hr-online. „Die Aussage des Trainers ist schlicht falsch.“


Amanatidis, der schon im November einmal in einem FR-Interview das „fehlende Leistungsprinzip“ anprangerte und dafür von Vereinsseite gerügt wurde, legte verbittert nach: „Der Verein hätte heute ohne mich nicht den gleichen Stellenwert. Aber im Fußball gibt es keine Dankbarkeit.“ Es ist kein Geheimnis, dass der Angreifer und Skibbe nicht auf einer Wellenlänge funken. „Ich habe mit dem Trainer nichts zu tun, aber wir müssen ja auch nicht befreundet sein. Jeder soll seinen Job machen“, sagte Amanatidis.
Dem 29-Jährige platzte nun der Kragen, nachdem er zuletzt in Freiburg nicht mal mehr eingewechselt wurde und Skibbe ihn vor der Partie öffentlich herabstufte.

Amanatidis klagt an: „Jeder sollte das Gefühl haben, gebraucht zu werden. Momentan liegt es nah, dass der Verein Gefahr läuft, Spieler zu vergraulen.“ Auch die Kurzeinsätze ist der zweimal am Knorpel im Knie operierte Stürmer offenbar leid: „Es ist schwierig für einen Spieler, der nur fünf oder zehn Minuten spielt, etwas zu bewegen.“


Immerhin drang gute Kunde drang aus München nach Frankfurt. Die Operation von Kapitän Chris ist besser verlaufen als gedacht. „Etwas stand an der Bandscheibe heraus und war mit einem Nerv verwachsen“, berichtete Skibbe. Bereits am Donnerstag soll der Brasilianer aus dem Krankenhaus entlassen werden und anderntags in Frankfurt mit der Reha beginnen. „Ich habe keine Schmerzen. Ich kommen definitiv zurück“, sagte er auf FR-Anfrage. Hätte man geahnt, dass lediglich ein überschaubarer Eingriff nötig sein würde, hätte sich Chris wohl früher unters Messer begeben. Doch der Spieler und die Eintracht entschieden, die Blessur auf konservative Art anzugehen.


Den Länderspiel-Termin am Mittwoch wird Michael Skibbe dazu nutzen, Spieler vor Ort zu beobachten. „Wir werden ein wenig ausschwärmen“, sagte Skibbe, ohne zu verraten, welches Spiel er sich anschauen wird. Vermutlich nicht Frankreich gegen Brasilien.

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