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Taleb Tawatha Experiment gescheitert

Taleb Tawatha hilft als Linksaußen aus und soll Jetro Willems Dampf machen.

Freiburg Deutschland 25 08 2018 1 Bundesliga 1 Spieltag Club Freiburg Eintracht Frankfurt T
Taleb Tawatha im Spiel gegen den SC Freiburg. Foto: imago

Es war schon eine faustdicke Überraschung, Taleb Tawatha in Freiburg in der Startformation zu sehen. Taleb Tawatha? Gehörte er nicht auch der Trainingsgruppe zwei an? Tat er nicht.

Allerdings spielte er in den letzten zwei Jahren bei Eintracht Frankfurt nie eine besondere Rolle, 27 Spiele machte er, dazu kam er siebenmal im Pokal zum Einsatz. Spuren hat der Israeli muslimischen Glaubens keine hinterlassen. Nach wie vor bestehen Zweifel an seiner Bundesligatauglichkeit. Und dann steht der 26-Jährige plötzlich im Schwarzwald in der ersten Elf. Noch dazu auf Linksaußen, wo halb Frankfurt eigentlich Neuzugang Filip Kostic erwartet hatte. 

Aber Trainer Adi Hütter hatte seinen eigenen Kopf. Man kann jetzt nicht sagen, dass das Experiment von großem Erfolg gekrönt war, in der ersten Halbzeit hatte Tawatha zwei, drei gute Szenen, zwei brauchbare Flanken schaufelte er in den Strafraum. Einmal fiel er auf, als er sich eine schmerzhafte Verletzung am Finger zugezogen hatte und minutenlang behandelt werden musste. Fortan spielte er mit einer Bandage, im zweiten Abschnitt fand er dann so gut wie gar nicht mehr statt. Was auch an dem unglücklichen Auftritt seines Hintermannes auf der linken Seite lag, Jetro Willems, dem viele einfache Dinge missrieten. Nach 70 Minuten kam dann endlich Kostic für Tawatha. 

Der Israeli, dessen Vertrag im nächsten Jahr ausläuft, dürfte auch in dieser Runde nicht über die Rolle eines Hinterbänklers hinaus kommen, als Backup für Willems. Das ist insofern schade, weil der Niederländer durchaus Konkurrenz spüren sollte. Doch ernsthaft in Gefahr gerät Willems’ Stammplatz derzeit nicht. So rundum zufrieden ist man mit seinen Leistungen bisher nicht. Das war zu Beginn der Rückrunde der Grund, weshalb der etatmäßige Rechtsverteidiger Timothy Chandler, derzeit dauerverletzt, plötzlich links hinten auftauchte und Dampf machte.

In dieser Saison dürfte der Mann für die hintere linke Abwehrseite ohnehin mehr defensiv denken müssen - bei künftigen Linksaußen vom Kaliber eines Kostic oder Ante Rebic.

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