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Szabolcs Huszti Die Zweifel sind verflogen

Neuzugang Szabolcs Huszti hat sich zu einer festen Größe bei Eintracht Frankfurt gemausert, doch es gibt Luft nach oben.

Szabolcs Huszti gegen den VfL Wolfsburg. Foto: dpa

Szabolcs Huszti hat nur ein paar Trainingseinheiten in Abu Dhabi benötigt, um seine Kritiker fürs erste verstummen zu lassen. Ob der 32 Jahre alte Ungar dem Tempo und der Härte in der Bundesliga noch gewachsen sei, nachdem er eineinhalb Jahre in China bei Changchun Yatai zwar für ziemlich viel Geld, aber auf niedrigerem Niveau kickte? Zweifel waren angebracht.

Doch diese Zweifel hat der filigrane Linksfuß schnell verfliegen lassen. Vom ersten Training an war Huszti präsent, er fand sich sofort ins Team ein, gab Kommandos. Da merkte man gleich, dass da einer über ziemlich viel Erfahrung verfügt, in Bundesliga (fünf Jahre in Hannover, 132 Spiele, 36 Tore) und russischer Liga (drei Jahre bei Zenit St. Petersburg, 58 Spiele, sieben Tore). Und im ersten Testspiel gegen Dschidda traf er gleich per Freistoß ins Tor. Trainer Armin Veh atmete auf: Mit Huszti und dem ebenfalls neu verpflichteten Mexikaner Marco Fabian glaubte er, das so lange klaffende Loch links außen stopfen zu können.

Die Standards müssen besser werden

Genau dort, auf Linksaußen, kam Huszti auch in den ersten beiden Spielen der Rückrunde zum Einsatz. Er machte das nicht schlecht, aber Luft nach oben ist sicherlich noch vorhanden. Zu oft landeten die Pässe des feinen Technikers noch im Niemandsland, aber klar ist auch: Der Mann kann helfen. „Er tut uns gut“, sagte Veh.

Vor allem kann er, und das war Vehs größte Sorge, den linken Flügel wieder besetzen. Hustzi kann man jederzeit anspielen, er kann den Ball behaupten. Dazu kommen seine Flanken – wenn auch nicht alle – gefährlich, gerade im dramatischen Wolfsburg-Spiel setzte er einige Impulse. Was bislang nicht so richtig zündete, sind seine Standards. Das ist eigentlich eine Spezialität des Mittelfeldspielers: ruhende Bälle, einerlei ob von der Eckfahne oder nach Fouls. Bislang ging davon aber noch keine besondere Gefahr aus.

Und jetzt könnte er sogar noch wertvoller werden: Weil Veh ein „Sechser“ fehlt, hat er auch den Ungarn ins Auge gefasst: „Mit seiner Aggressivität kann er das spielen“, findet Veh.

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