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Stadtverbot für Eintracht-Fans Diskret jubeln

Erstes Auswärtsspiel für die Eintracht in der Europa League - und die Behörden von Marseille wollen die Eintracht-Fans aus der Stadt verbannen. Keine gute Idee, wie man 2016 in Darmstadt gesehen hat. Ein Kommentar.

Fankurve von Eintracht Frankfurt beim Spiel gegen Bordeaux
Leider kein Fußballfest für die Fans der Frankfurter Eintracht wie 2013 beim Spiel gegen Girondins Bordeaux Foto: Caroline Blumberg / dpa

Wahrscheinlich hat man es im großen Marseille nicht nötig gehabt, im kleinen Darmstadt mal nachzufragen, ob es eine gute Idee ist, Eintracht-Fans mit einem Stadtverbot zu belegen. Das ist schade, denn vermutlich hätten die Südhessen der Präfektur gesagt: Lasst es, die Frankfurter kommen so oder so, ihr blamiert euch in der Öffentlichkeit, eure Polizei hat einen stressigen Tag und am Ende stehen Prozesse. Zumindest waren das die Folgen des von der Stadt Darmstadt 2016 verhängten Stadtverbots.

Glaubt man in Marseille ernsthaft, eine solche Verfügung werde die ohnehin schon hochgradig verärgerten Eintracht-Fans davon abhalten, am Donnerstag in die Stadt zu kommen? Die Anhänger werden Marseille definitiv besuchen. Verübeln kann man ihnen das nicht.

Das Stadtverbot ist, wie Eintracht-Vorstand Hellmann richtig sagt, rechtsstaatlich hochgradig bedenklich. So bleibt nur zu hoffen, dass keine Frankfurter Fan-gruppe die Konfrontation sucht. Es wäre ärgerlich, wenn sich die französischen Behörden nachträglich durch Randale noch bestätigt fühlen dürften. Insofern gilt das Motto: diskret auftreten, Spiel gewinnen und feiern. Im Zweifel eben vor den Toren der Stadt. 

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